1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach
  4. Stadtgespräch

Mönchengladbach: Mit dem Fahrrad auf Spendentour durch Bundesliga-Städte

Stopp in Mönchengladbach : Mit dem Fahrrad auf Spendentour durch Deutschland

Werner Messing fuhr Städte und deren Fußballvereine in ganz Deutschland mit dem „Loadster“ ab. Am Ende wird das vierrädrige E-Bike samt Unterschriften bekannter Fußballspieler versteigert und der Erlös an die Gerald-Asamoah-Stiftung für herzkranke Kinder gespendet.

Strahlend kommt Werner Messing am Borussia-Stadion in seinem „Loadster“ an: „Ich bin echt platt“ sind seine ersten Worte, als er das Gefährt, das halb Fahrrad und halb Auto ist, zum Stehen bringt. Trotzdem strahlt der 67-Jährige über das ganze Gesicht. 121 Kilometer hat er an diesem Tag für seine Spendentour zurück gelegt. In Städten in ganz Deutschland fährt er sechs Kinderherzkliniken und 17 Bundesligavereine an und lässt Fußballspieler oder ehemalige Spieler auf dem Fahrzeug unterschreiben. Im Januar des kommenden Jahres soll der „Loadster“ von der Firma „Citkar“ dann versteigert werden und das Geld an die Gerald-Asamoah-Stiftung für herzkranke Kinder gehen.

Am Borussia-Stadion wird er von Herbert Laumen, dem ehemaligen Borussia-Spieler, empfangen. Begeistert klebt Laumen die Borussiaraute auf die obere rechte Ecke des „Loadsters“ und setzt seine Unterschrift auf das Fahrzeug: „Für solche guten Aktionen sind wir immer zu haben“, sagt Laumen.

In Rhede im Münsterland ging für Werner Messing am Morgen los. Der erste Stopp war dann die Kinderherzklinik in Duisburg: „Der Arzt dort war ganz begeistert“, so Messing. Auch sonst erlebte er an seinem ersten Tag „on Tour“ schon Spannendes. In Krefeld war der Radweg zu schmal und er musste auf die Straße ausweichen- zur Verärgerung der Polizei: „Die haben mich dann angehalten und ich habe ihnen erklärt, dass ich leider nicht auf den Fahrradweg passe. Ich musste dann auch keine Strafe zahlen und die Polizisten haben sogar noch gespendet“, sagt Messing.

  • Die Gesamtschüler legten sich mächtig ins
    Engagement in Heiligenhaus : Gesamtschüler feiern Rekord nach Sponsorenlauf
  • Daniel Hall (M.) gibt am 23.9.2021
    Düsseldorfer Künstler singen für Opfer der Flutkatastrophe : Starke Show und Tanzen im Sand
  • Der Landesbetrieb Straßen.NRW beginnt am Montag
    Arbeiten in Kaarst beginnen : Radweg an L390 wird ab Montag saniert

Inzwischen ist die Tour beendet, Messing legte 2500 Kilometer mit dem Loadster zurück, bis er wieder in seiner Heimat Rhede ankam. Auf der Tour kam er unter anderem in Köln, Mainz, Frankfurt, Stuttgart, Leipzig und Berlin vorbei. Dann wird das Fahrzeug Ende Januar auf einer Auktion in der Seifenfabrik in Düsseldorf versteigert und der gesamte Erlös an die Gerald-Asamoah-Stiftung für herzkranke Kinder gespendet.

Dass es eine Fahrradtour werden soll, die Spenden einbringt, entschied Werner Messing vor drei Jahren und plante seitdem. Er sei auch sonst ein leidenschaftlicher Radfahrer und probiere gerne Neues aus: „Ich glaube, dass Pedelecs mit vier Rädern in Zukunft große Bedeutung in den Innenstädten haben werden.“ Der „Loadster“ von „Citkar“ ist eine Art E-Bike mit vier Rädern und Pedalen, einer Überdachung und einem kleinen Gepäckraum und wurde für den guten Zweck von der Firma gespendet.

Während ihr Mann fleißig in die Pedale trat, trug Mechthild Messing auch zu den Spenden bei. Zuhause in Rhede kochte sie elf verschiedene Sorten Marmelade und verkaufte diese. So waren zum Start der Tour bereits 4.000 Euro zum Spenden zusammengekommen. Das Ehepaar rechnet damit, bereits eine fünfstellige Summe ohne die Einnahmen durch den versteigerten „Loadster“ zusammen zu kriegen.