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Mönchengladbach: Michael Schmitz wird neuer Kreuzritter der Kreuzherren Wickrath

KG Die Kreuzherren in Wickrath : Michael Schmitz wird neuer Kreuzritter

Er war Jungfrau im Wanloer Dreigestirn und ist jetzt Kaiser der St. Antonius-Sebastianus Bruderschaft in Wanlo: Es kann kaum einen besseren neuen Kreuzritter geben als Michael Schmitz. Dabei hat er beruflich noch einen ganz anderen Dienstrang.

Kreuzritter in Wickrath zu sein oder, wie in diesem Fall, dafür vorgeschlagen zu werden, ist schon etwas Besonderes. Aus der Tradition der ehemaligen Kreuzherren zu Wickrath entstanden, hat die 1984 von der KG „Die Kreuzherren“ übernommene historische Geschichte der ehemaligen eigenständigen Gemeinde Wickrath einen herausgehobenen Stellenwert in der Stadt aufzuweisen. Neuer Kreuzritter wird Michael Schmitz aus Wanlo. Er ist, wenn er am 14. November vom neuen Oberbürgermeister der Stadt proklamiert wird, der 37. Würdenträger der Wickrather Karnevalsgesellschaft.

Am Montag informierten der KG-Vorsitzende Stefan Schmitz und Norbert Spieker, Sprecher der Kreuzritter, den designierten Ritter. Norbert Spieker: „In jedem Jahr ehren wir mit diesem Titel einen Menschen, der sich um unser Brauchtum und um das Wickrather Vereinsleben verdient gemacht hat.“ Die vorausgehende Wahl im Vorstand brachte für Michael Schmitz ein hundertprozentiges Votum aus dem Vorstand, und auch der Kreis der ehemaligen Kreuzritter stimmte mit 98 Prozent für den Wanloer.

Michael Schmitz als Jungfrau Mikaela (links) im Dreigestirn der KG Wanloer Ströpp. Foto: Denisa Richters

Michael Schmitz (51) ist zweifacher Vater, geboren in Wickrath, aber seit vielen Jahren in Wanlo zuhause und verheiratet mit Ehefrau Heike Schmitz. Er ist ein Vereinsmensch durch und durch, so bezeichnet ihn zumindest Norbert Spieker, ein Mann, der im Vereinsleben der Gesamtgemeinde Wickrath einiges auf den Weg gebracht und sich über die Information des Vorstands riesig gefreut hat. Im Wanloer Brauchtum hat Michael Schmitz bereits einiges aufzuweisen; so war er im vergangenen Jahr Jungfrau im Dreigestirn der „Wanloer Ströpp“, in diesem Jahr ist er, nachdem er zweimal Schützenkönig war, Kaiser der St. Antonius Sebastianus Bruderschaft Wanlo. Zudem ist er aktives Mitglied in einigen Vereinen. Auf die Frage, warum er sich so im Vereinsleben einsetzt, antwortet Michael Schmitz einfach: „Ich brauche das als Ausgleich für meinen anstrengenden Beruf.“

Michael Schmitz ist Berufssoldat im Range eines Oberstabsfeldwebels im Verteidigungsministerium, genauer gesagt im Streitkräfteamt Bonn, und zwar ist er als Rettungsassistent tätig. „Wir sind hier zentral für etwa 2500 deutsche Soldaten zuständig, die irgendwo auf dieser Welt Dienst tun“, erklärt er sein Aufgabengebiet. „Es ist schon stressig“, sagt er weiter, „wenn man bedenkt, dass die verschiedenen Zeitzonen dieser Welt von uns eine ständige Bereitschaft fordern.“ Aus diesem Stress heraus braucht er mit dem Einverständnis der Familie diesen Ausgleich. Dazu gehören aber nicht nur die Vereine, sondern ehrenamtlich fährt er als Rettungsassistent auch noch einen Rettungswagen im Kreis Düren.