Mönchengladbach: Kölsche-Lieder, Mama-Orden und Ton-Probleme bei Sitzung der Rheydter Prinzengarde

Große Rheydter Prinzengarde : Kölsche-Lieder, Mama-Orden und Ton-Probleme

Der 85- Geburtstag ist kein närrisches Jubiläum, für die Große Rheydter Prinzengarde aber dennoch ein Grund zu feiern. Hunderte Jecke feierten bei der Sitzung in der Stadthalle mit – allerdings mit akustischen Hindernissen.

„Wir sind die Garde in Schwarz-Weiß“  – mit dem Refrain ihres Gardesliedes zogen in einer schier endlos scheinenden Reihe die Aktiven der Großen Rheydter Prinzengarde auf die Bühne in der Stadthalle. Doch die Moderatoren, Präsident Dieter Beines und ihr Vorsitzender Holger Vits, konnten die Sitzung zum 85. Geburtstag der Garde pünktlich eröffnen.

Die Gäste „Natürlich haben wir kein offizielles Jubiläum, auch keinen runden Geburtstag. Hauptsache ist aber doch, dass wir feiern“, sagte Beines. Das sahen die Gäste genauso. Unter ihnen war auch viel Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Bürgermeister Ulrich Elsen und sein Fraktionschef und OB-Kandidat Felix Heinrichs saßen sich gegenüber. Auffallend das Outfit von Heinrichs: Er trug zur Uniform seiner Mönchengladbacher Prinzengarde eine Mütze der Rheydter Garde. Monika Bartsch, OB a.D., die Banken-Vorstände Hartmut Wnuck (Stadtsparkasse), Franz D. Meurers (Volksbank) und Hans-Peter Ulepic (Gladbacher Bank), Schaffrath-Geschäftsführer Marc Fahrig, die CDU-Landtagsabgeordneten Frank Boss, der auch OB-Kandidat ist, und Jochen Klenner, Makler Norbert Bienen, Eli-Geschäftsführer Thorsten Celary, Maria-Hilf-Chefarzt Christoph Müller-Leisse schunkelten mit. 

Das Programm Getragen wurde das vierstündige Programm in der Hauptsache von Aktiven aus den Reihen der Garde: Rheer Knöppkes, Tanzcorps und Gardegirls begeisterten mir ihren Tänzen. Die Garderottis traten, wie schon beim Jubiläumsempfang, mit dem 14-jährigen Nachwuchstalent „Merry“ (Meryem Cengiz) auf. Begeisterung gab es für den „Nachhilfeunterricht in Rheer Platt für Touristen“, vorgestellt von Geschäftsführer Peter Mangold als Oberlehrer. So erfuhren die Gäste, dass „You ten more yen“ einfach in „Guten Morgen“ zu übersetzen ist, oder „Bitter Men tion“ nur ein „Pittermännchen“ ist. Helle Begeisterung, als sich das Prinzen-Paar Axel I. und Niersius Thorsten im Shirt der Gardegirls und mit blauer Sporthose bekleidet unter die tanzenden jungen Damen mischte. Und einen Prinzenpar-Orden gab’s für die Mama des Niersius. Zu den „Rheydter Amateuren“ reihten sich nahtlos die Auftritte der Kölner Profis ein. Die neue Formation der „Boore“ präsentiert ihren Hit „Rut sin de Ruse“, aber auch neue Karnevalsschlager wie „Nichts is so rut un wies“.

Schlechte Akustik Unverständnis kam beim Publikum gerade beim von vielen mit Vorfreude erwarteten Auftritt von Marc Metzger auf. Der Vortrag fiel, wie vorher andere Redebeiträge, der schlechten Akustik im Saal zum Opfer. Gäste in fast allen Reihen beschwerten sich. Metzgers Reaktion beim Abgang von der Bühne war Kopfschütteln und die Bemerkung: „Beschweren Sie sich beim Veranstalter.“ Dabei glänzte der „Blötschkopp“ mit einer schier nie enden wollenden Rede. Nicht so unter der Akustik zu leiden hatte der letzte Programmpunkt. Gewohnt gekonnt nämlich der Auftritt der „Höhner“, die schon beim Einzug mit „Echte Fründe“ die Besucher auf ihrer Seite hatten und neben ihren Hits ihren neuen Song „Anna Havanna“ präsentierten. Franz Josef Ungerechts