Mönchengladbach: kfd-Frauen stricken 1000 Decken für Leprahilfe

Mönchengladbach : 1000. Decke wartet auf ihren Besitzer

Für Ursula Meuser und ihre zehn Mitstreiterinnen von der kfd St. Laurentius Odenkirchen ist es mehr als nur ein lockeres Treffen. Die Gemeinschaft und das Stricken der Decken ist eine echte Herzensangelegenheit.

Ganz genau hat sie in einem Heftchen aufgeschrieben, wann und wie viele Decken an die Aktion Mission und Leprahilfe Schiefbahn gegangen sind.

Und jetzt ist sie besonders stolz: Die 1000. Decke ist fertig. 56 Quadrate in gelb, blau, rot und anderen Farben sind darin verarbeitet. „Wir setzen die Knäuel aus unterschiedlichen Knäueln zusammen. Und es ist wichtig, dass ein Baumwollfaden darunter ist.“, erklärt Ilse Schellen. „Das macht die Decken haltbarer.“, ergänzt Ursula Meuser.

Die Materialien bekommen die Frauen aus Spenden von der Gemeinde. „Früher bekamen wir auch viel aus den Webereien und Spinnereien in Willich.“, erzählt Ilse Schellen. Doch auch wenn der Stolz über die Leistung überwiegt, macht sich auch Sorge bei Ursula Meuser breit. Denn die Leprahilfe in Schiefbahn kann ihnen zukünftig keine Decken mehr abnehmen. „Unsere Decken gingen einmal im Jahr über Hamburg nach Indien, Tansania oder auch nach Südamerika. Doch viele Entwicklungsländer verlangen für die Einfuhr nun immense Zollabgaben“, berichtet die engagierte Frau. Der Grund: Die Länder möchten ihre hiesige Textilproduktion schützen. Doch die Frauen knüpfen schon neue Kontakte, denen sie mit ihren Decken Gutes tun können.

Außerdem haben sie nicht nur Decken im Angebot, sondern auch bunte Pullunder für Kinder oder auch Hemdchen und Höschen aus Baumwolle. „2947 Höschen und 1169 Pullunder haben wir nach Willich geschickt.“, weiß Ursula Meuser nach einem Blick in ihr Buch ganz genau. Die Frauen hoffen, dass sie bald wieder eine neue Stelle finden, die mit ihren Decken Menschen in Not Wärme spenden kann.

Mehr von RP ONLINE