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Mönchengladbach: Gothe Edelstahl mit Groß-Spende an Kinderschutzbund

Spende zum Firmenjubiläum in Mönchengladbach : Gothe Edelstahl spendet 10.000 Euro an Kinderschutzbund

Der Kinderschutzbund leistet in der Corona-Pandemie eine wichtige Beratungsarbeit. Mit der Spende will das Unternehmen Gothe Edelstahl die Arbeit unterstützen im Jahr des 100-jährigen Bestehens.

Als Vorsitzende des Kinderschutzbundes Mönchengladbach kennt Beate Gothe die Nöte, mit denen Mitarbeiter der Einrichtung konfrontiert sind. Ebenso weiß sie um deren erschwerte Arbeitsbedingungen während der Corona-Zeit. Hier soll die Spende von Gothe Edelstahl Hilfestellung leisten. Anlässlich seines 100-jährigen Bestehens überreichte das Unternehmen dem Kinderschutzbund Mönchengladbach eine Spende in Höhe von 10.000 Euro. Eine Jubiläumsfeier ist wegen der aktuellen Beschränkungen nicht möglich. „In den zurückliegenden einhundert Jahren war es immer wichtig, mit dem erwirtschafteten Geld die Gesellschaft zu unterstützten. Die Firma wurde zwar in Düren gegründet, ist aber seit vielen Jahren der Stadt Mönchengladbach eng verbunden“, betont die geschäftsführende Gesellschafterin.

„Corona hat in vielen Familien zu Problemen geführt. Die häusliche Gewalt hat zugenommen, auch eine Gewalt unter Eltern, die die Kinder mitbekommen. Es ist Zeit zu helfen. Nicht alles lässt sich mit Geld machen, doch die Spende soll auch eine mentale Unterstützung sein“, ergänzt ihr Vater Bernd Gothe, der das Unternehmen in dritter Genration führte und während der Corona-Zeit an seine Tochter übergab.

Die Spende ist nicht an ein bestimmtes Projekt gebunden. Ein besonderes Anliegen ist Beate Gothe, dass auch während der Pandemie das Umgangsrecht ohne Schaden für Kinder und Eltern praktiziert werden kann. Mareike Eßer vom Kinderschutzbund betont beim Dank, dass die Einrichtung ohne Spenden nicht überleben könnte. Gerade jetzt sei es wichtig, Projekte professionell umzusetzen. Die Zahl der Probleme und Notfälle sei im Zuge der aktuellen Herausforderungen gestiegen. Eßer hebt hervor, dass die Beratungsstelle des Kinderschutzbundes wochentags in Notsituationen telefonisch von 8 bis 19 Uhr erreichbar ist. „In der pandemisch schwierigen Zeit darf der Beratungsauftrag nicht leiden“, betont sie. Eßer befürchtet, dass bei dem in diesem Jahr voraussichtlich stillen Weihnachtsfest viele Familien nicht mit der Situation umgehen können.