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Mönchengladbach: Ein Baum für Familie Maus im Schmölderpark

Gewinn eingelöst : Familie Maus gewinnt einen Ahorn-Baum

Zusammen mit der Mags hat die RP die Pflanzung eines Baumes verlost. Gewinnbedingung war eine besonders ausgefallene Begründung. Annette, Bernd und Katja Maus konnten nun dabei zusehen, wie ihr Ahornbaum eingepflanzt wurde.

Die Freude war groß, als Annette und Bernd Maus ihren ganz eigenen Baum im Schmölderpark aufrecht in der Erde stehen sahen. Mitarbeiter der Mags hatten den Ahorn-Baum der Sorte „October Glory“ am Wegrand im Park in ihrem Beisein gepflanzt. Denn Annette und Bernd Maus sind die Sieger des RP-Baumgewinnspiels: Leser der Rheinischen Post konnten sich in den vergangenen Wochen mit einer besonders kreativen Begründung, warum gerade sie eine Baumpflanzung gewinnen sollten, bei der Mags um den Baum bewerben.

Die Bewerbung haben Annette und Bernd Maus allerdings gar nicht selbst abgeschickt – es war ihre 22-jährige Tochter Katja. Die Studentin wollte ihren Eltern etwas Gutes tun, und ihnen das ermöglichen, was Annette und Bernd Maus ohnehin schon lange geplant hatten. Seit Monaten wollten die Maus’ das besiegeln – ein Symbol für das pflanzen – was bei ihnen nun schon seit 25 Jahren währt: die Liebe. Seit 1994 sind Annette und Bernd Maus verheiratet. Im September dieses Jahres haben sie ihre Silberhochzeit gefeiert – es fehlte aber noch etwas, das bleibt. „Die Idee, dafür einen Baum zu pflanzen, gab es bei uns deshalb schon länger“, erklärt Bernd Maus.

Kennengelernt haben sich Annette und Bernd Maus am Düsseldorfer Hauptbahnhof. „Wir waren eigentliche beide mit jemandem verabredet, wurden aber beide versetzt“, erinnert sich Annette Maus. So sei man ins Gespräch gekommen und im Anschluss „noch ein Bier in der Altstadt trinken gegangen“, sagt Bernd Maus. Eins zum anderen, und nun wohnen Annette und Bernd Maus seit 1997 – zeitweise mit ihren beiden Töchtern Katja und Annika – direkt am Schmölderpark.

Dieser ist seither Teil ihres Lebens: Ihre beiden Töchter Katja und Annika hätten im Park immer gespielt, sagt Annette Maus. „Ich bin hier quasi aufgewachsen“, bestätigt Katja Maus. Und auch das Ehepaar selbst nutze die Grünanlage direkt vor ihrem Haus viel. „Wir fahren jeden Morgen mit dem Fahrrad durch den Park zur Arbeit“, sagt Annette Maus. „Und wenn Besuch da ist, gehen wir hier immer spazieren“, sagt Bernd Maus.

Künftig kann die Familie ihren Ahorn-Baum sogar fast vom eigenen Fenster aus sehen. Marisa Fells von der Mags schätzt, dass Maus’ Ahornbaum im Jahr zwischen 40 und 60 Zentimetern wachsen könnte – allerdings nur unter stetig perfekten Bedingungen. Blätter wird der Maus-Baum wohl etwa ab April 2020 tragen. Im Herbst darf Familie Maus dann das flammend rote Blätterkleid des „Acer rubrum – October Glory“ genießen – eine Besonderheit dieser Baumart. Gepflegt wird die Pflanze in den kommenden drei Jahren noch professionell, danach sollte sie alleine zurechtkommen. Doch da ist ja noch Familie Maus. „Wir werden ihn fleißig gießen, wenn es im Sommer wieder so warm wird, das haben wir schon gesagt“, sagt Annette Maus mit einem Lächeln. „Es ist ein schönes Gefühl. Wir freuen uns wirklich, dass das geklappt hat.“

Und damit nicht nur Annette und Bernd Maus symbolisch verewigt sind, haben die Pflegerin aus Wuppertal und der Lokomotivführer aus Mönchengladbach-Waldhausen gleich noch 150 Euro für einen Baum für ihre beiden Töchter gespendet. Dieser soll in den kommenden Wochen gepflanzt werden.