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Mönchengladbach: AC/DC-Kopie „We salute you“ in der Red Box

Konzert in der Red Box Mönchengladbach : AC/DC-Kopie „We salute you“ lässt es krachen

Rund um den Globus huldigen wohl Tausende Tribute-Bands dem Denkmal der australischen Hard-Rock-Legende AC/DC. Beim Konzert in der Red Box erlebten Hunderte Fans, warum „We salute you“ sich als die größte von ihnen bezeichnet.

Riesige Glocke unterm Hallendach, 21 Kanonen auf der Bühne, massive Verstärkerwände, Schuluniform, Gibson SG-Gitarre, Schiebermütze, eine Stimme, die man sich mit viel Whiskey über Jahrzehnte erst einmal verdienen muss – es gibt nichts, das so erwartbar wie legendär ist wie ein Konzert der größten Hardrock-Band der Welt: AC/DC. Die australische Band um den winzigen Ausnahme-Gitarristen Angus Young und Sänger-Raubein Brian Johnson hat über bald fünf Jahrzehnte ihr eigenes Denkmal geschaffen mit Songs wie „Highway to hell“, „Back in Black“ oder „Thunderstruck“. Und diesem Denkmal huldigen vermutlich Tausende Tribute-Bands rund um den Globus, indem sie die Songs und die Bühnenshow der echten Helden mal in kleinen Kneipen, mal in großen Hallen aufführen. Das, was am Freitagabend mit der Band We salute you in der Red Box im Nordpark passiert ist, war eine praktisch perfekte Kopie des echten Spektakels, nur ein paar Nummern kleiner. Die Band aus Bingen nennt sich selbst ganz unbescheiden die weltweit größte Tribute-Band für AC/DC – und da ist schon etwas Wahres dran.

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Ein paar Hundert Fans wurden davon Zeugen am Freitag, Männer in AC/DC-TShirts und Aufnäher-Kutte über stattlichen Bierbäuchen, Frauen in etwas zu knappen Jeans und zu hohen Stiefeln, Kinder mit Stöpseln in den Ohren gegen den wohligen Krach.

Musikalisch war das gut zweistündige Konzert nahezu gleichwertig zum Original. Sänger Grant Foster aus London presste die Vocals aus seinen Stimmbändern, als arbeiteten darin Ketten gegen eine Käsereibe. Er kann das, was der mit den Jahren etwas heiser gewordene Brian Johnson einmal konnte. Vermutlich deshalb beließ es die Band bei vielen Songs aus der Ära Johnsons seit 1980: „Back in Black“ natürlich, „Hells Bells“ (die Glocke!), „You shook me all night long“, „Hard as a rock“ etwa, „Rock‘n‘Roll Train“, „Thunderstruck“ und natürlich der traditionelle Schluss „For those about to Rock“, bei dem die 21 Kanonen als Salut abgefeuert wurden. Aber auch die Klassiker aus der relativ kurzen Ära des ersten Sängers Bon Scott waren dabei: „Shot down in flames“, „Dog eat Dog“, „The Jack“, „TNT“ und „Dirty Deeds“. Ganz stark die Songs „Let there be rock“ und „Bad Boy Boogie“ mit langen Soli von Lead Gitarrist Kili Locke – auch bei der Strip-Einlage kam er Angus Young sehr nahe. Ebenso die Rhythmus-Abteilung mit Oliver Schneiß als Rhythmus-Gitarrist Malcolm Young, Wolf Hail als Bassist Cliff Williams und Erwin Rieder als Drummer Phil Rudd – von der Gitarre bis zum Drumstick alles originalgetreu. Eine perfekte Kopie, ein großes Spektakel.