Mönchengladbach: 200 Kinder spielen beim Spielfest im Grenzlandstadion

Spielfest in Mönchengladbach : 200 Kinder spielen im Grenzlandstadion

Die Kinder kamen in der ersten Ferienwoche aus acht Mönchengladbacher Ganztagsgrundschulen zusammen.

Fußball, Völkerball, Basketball – das kennt wohl jedes Kind. Im Grenzlandstadion gab es jetzt ein Spielfest des regionalen Bildungsnetzwerkes unter dem Motto: „Grenzenlos spielen“. Ganze 200 Kinder aus acht Mönchengladbacher Ganztagsschulen kamen in der ersten Ferienwoche auf dem Rasen des Stadions zusammen, um mehr oder weniger bekannte Spiele aus verschiedenen Ländern aus der ganzen Welt auszuprobieren.

Auffällig war, dass auf der Rasenfläche, auf der das Spielfest stattfand, kaum Materialien zu finden waren. Einige Kinder spielten und lachten, andere unterhielten sich, während sie auf Picknickdecken saßen. Von zahlreichen Plastikspielzeugen oder unkontrolliert herumfliegenden Bällen war keine Spur. „Wir haben Spiele aus aller Welt gesammelt, die sich auch mit einfachen Mitteln umsetzen lassen“, sagt Ursula Müller-Brackmann vom regionalen Bildungsnetzwerk. „Wir möchten alle Kinder erreichen können, deshalb war es uns wichtig, dass die Spiele nicht mit hohen Kosten verbunden und auch leicht zu Hause nachzumachen sind.“

Stephen ist zehn Jahre alt und besucht die Hermann-Gmeiner-Schule in Schrievers. „Am besten hat mir das englische Spiel ‚Bulldog‘ gefallen“, sagt der Grundschüler. Dabei gibt es einen Fänger, die Bulldogge, der in der Mitte der Gruppe steht. Die anderen Kinder haben Bänder an ihren Hosen befestigt, die die Bulldogge entfernen muss. Hat ein Kind keine Bänder mehr übrig, wird sie automatisch auch zur fangenden Bulldogge. „Ich mochte es am liebsten, weil wir dort laufen und uns austoben konnten.“ Auch damit, dass beim Spielfest so viele Kinder von verschiedenen Schulen anwesend waren, hatte Stephen kein Problem: „Viele Schüler kannte ich schon. Es war schön, auch mit anderen Kindern zu spielen.“

Das Fest fand zum zweiten Mal statt und bot den Kindern 14 Stationen, an denen sie spielen konnten. Müller-Brackmann hofft, das Fest zu einer festen Veranstaltung für die offenen Ganztagsschulen in Mönchengladbach machen zu können. „Vom Spielfest haben nicht nur die Schüler etwas, auch die Lehrkräfte können entlastet werden. Besonders so kurz vor den Ferien haben sie meist unheimlich viel zu tun.“

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