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Schützenausstellung "Man kann schon fast das Trommeln hören"

Mönchengladbach · Es sind echte Hingucker, die da in der Mitte des Sparkassenfoyers stehen: die Neusser Schützenkrippe zum Beispiel, die die weihnachtliche Krippenszene vor der Kulisse der Neusser Altstadt inszeniert, wobei die Heiligen Drei Könige durch Schützenkönige in Uniform ersetzt wurden. Die Geschenke für das Jesuskind wurden auch angepasst. Statt Weihrauch, Myrrhe und Gold gibt´s unter anderem ein Fass rheinisches Bier. Eine Krippenszene, die die Blicke der Besucher auf sich zieht.

Das Stadtschützenfest kündigt sich an und wie gewohnt bildet eine liebevoll zusammengestellte Ausstellung in der Hauptstelle der Stadtsparkasse den Auftakt. "Das ist gute Tradition", sagt der Vorstandsvorsitzende Hartmut Wnuck. "Wenn die Ausstellung eröffnet wird, geht es bald los. Man kann schon fast das Trommeln hören." Bereits zum 20. Mal findet die Schützenausstellung in der Stadtsparkasse statt.

Diesmal widmet sie sich zwei Themen: mit der Krippe den christlichen Wurzeln der Bruderschaften und mit eindrucksvollen Exponaten aus den Niederlanden wie einer riesigen Donnerbüchse den grenzüberschreitend europäischen Traditionen des Schützentums. Auch Uniformen, eine Trommel und ein Schellenbaum wurden aus dem niederländischen Steyl geholt und nach Mönchengladbach gebracht. "Unsere Bruderschaftstradition stammt aus Flandern", erklärt Bezirksbundesmeister Horst Thoren.

"Es gibt vielfältige Beziehungen." Und Unterschiede. So schießen niederländischen Schützen mit einer gewaltigen Büchse, wie sie in der Ausstellung zu sehen ist, auf den Vogel. Wer sie sieht, kann sich kaum vorstellen, sie zu handhaben, aber es geht. "Ich habe es auch schon einmal versucht", bestätigt Thoren, der für die Schützen auch auf europäischer Ebene aktiv ist. Als Gastgeschenk hat Thoren eine große grüne Froschkönig-Figur mitgebracht.

"Keiner weiß, was an schönen Überraschungen im anderen steckt", deutet Thoren das Märchen. "Offenheit für den anderen gehört zu den Traditionen der Bruderschaften." Er will auch das Motto des Stadtschützenfests "Herzlich willkommen" in diesem Sinne verstanden wissen. "Wir wollen damit auch die Flüchtlinge willkommen heißen, die in Mönchengladbach Heimat und Halt suchen", betont er. Zur Bekräftigung überreicht er Monika Bartsch als Vorsitzende der Gladbacher Tafel einen Scheck für die Flüchtlingsarbeit.

Die Schützenausstellung ist bis zum Stadtschützenfest am ersten Septemberwochenende im Foyer der Stadtsparkasse am Bismarckplatz zu sehen.

(arie)