Klassentreffen nach 50 Jahren in Mömnchengladbach

Mönchengladbach : Klassentreffen – die Ehemaligen sehen sich in ihrer alten Schule um

50 Jahre ist es her, dass der 50. Jahrgang der städtischen Realschule für Jungen seinen Abschluss gefeiert hat. Jetzt trafen sich 16 der 26 Abgänger und ihr Lieblingslehrer Hermann-Wilhelm Cremer zu einer kleinen Nostalgiebesichtigung in ihrer alten Schule.

Die damalige Realschule ist heute die Gesamtschule am Volksgarten. Das Klassenzimmer der 26 Jungen damals ist noch das alte – im heutigen Physiktrakt der Gesamtschule. „Hier hat sich kaum was verändert. Höchstens das Waschbecken ist neu, und ich sehe, der Brunnen auf dem Schulhof ist kaputt. Da durften wir uns früher nie drauf setzen. Da war er aber auch noch in Betrieb“, stellte Heinz-Jürgen Stiegen fest.

Eines hat sich aber eindeutig verändert: die gemeinsame Beschulung von Jungen und Mädchen. „Vor 50 Jahre wurden sie getrennt unterrichtet. Da waren die Mädchen in einem anderen Trakt als wir Jungs. Man konnte die Mädchen nur durch eine Glasscheibe sehen. Wenn die Lehrer das gesehen haben, wurden da aber auch schnell Vorhänge vorgezogen“, erzählte Stiegen. Besonders eingeprägt hat sich bei ihm deswegen auch eine Klassenfahrt in den Schwarzwald: „Da gab es eine Mädchenklasse, die damals auch dort Ferien gemacht hat. Die haben wir heimlich besucht.“ Die Gewalt durch Lehrer ist verschwunden. „Früher wurden Schlüsselbunde nach uns geworfen, wenn wir nicht parierten.

Dieter Zutschke weiß, dass es heute anders zugeht. Der 66-jährige war 42,5 Jahre als Lehrer im Dienst. „Ich war sehr gerne Lehrer. Aber trotzdem bin ich nicht traurig, dass ich nun im Ruhestand bin. Die Lehrer heute haben es nicht immer leicht.“

Dem kurzweiligen Besuch in der alten Schule folgte ein netter Abend in bester Gesellschaft. „Ich bin extra mit dem Fahrrad gekommen. Ich trinke jetzt gleich ein oder zwei Bier“, sagte Stiegen und man merkt, wie sehr er sich freut, seine alten Kameraden wieder zu treffen.

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