Giesenkirchen: Umzug der Begegnungsstätte Erna Borgs ins Rathaus

Feierliche Übergabe in Giesenkirchen : Ratshaus wird zur Begegnungsstätte für Jung und Alt

Was das Leben im Mönchengladbacher Stadtteil Giesenkirchen ausmacht, ist das Zusammenspiel zwischen Jung und Alt. Die Wichtigkeit dessen wurde auch beim Rathausfest wieder deutlich, das am Sonntag zum dritten Mal stattfand.

Höhepunkt des Fests war die Übergabe der neuen Begegnungsstätte „Erna-Borgs“.

Um 12.15 Uhr hielt Gudrun Gruhn, Vorsitzende des Heimatvereins Giesenkirchen, gemeinsam mit dem Bezirksvorstehenden des Stadtbezirks Ost, Hermann-Josef Krichel-Mäurer sowie Hans-Jürgen Meisen von der Kreisbau AG, ihre bewegende Rede. Die anwesenden Giesenkirchener spürten, dass der Umzug der Begegnungsstätte, die bisher ihren Sitz an der Konstantinstraße 76 hatte, eine Herzensangelegenheit für die Drei ist.

Im Rahmen des Haushaltskonzepts sollten 2012 alle Rathäuser der Außenbezirke geschlossen und verkauft werden, wie Krichel-Mäurer erklärte. „Das Rathaus ist für die Giesenkirchener aber nicht nur Mittel zum Zweck, wenn mal wieder ein neuer Ausweis her muss“, sagt er. „Hier wird gefeiert, gelacht, geheiratet. Er ist ein Stück Identität für den Stadtteil.“ Das Rathaus sollte weichen, da zu viele Räume leer standen. Gruhn, Krichel-Mäurer und Meisen entschlossen daher, etwas daran zu ändern: „Statt eines Sparkonzepts haben wir ein innovatives Konzept verfolgt – wir haben das Rathaus zu einer Begegnungsstätte gemacht.“

Das Rathaus bleibt natürlich Verwaltungssitz, zu dem die Bürger mit verschiedenen Anliegen kommen können. Das Büro unten bleibt bestehen, genauso die Polizei. Die Seniorenbegegnungsstätte zieht in den ersten Stock, wo sich außerdem das Archiv und die Geschäftsstelle des Heimatvereins befinden werden. Gleichzeitig wird es als Bürgerhaus dienen, das für weitere offizielle Termine sowie von Vereinen genutzt werden kann. Das Dachgeschoss baute die Kreisbau AG zu Mietwohnungen um. „Sie werden innerhalb der nächsten vier Wochen fertiggestellt, sodass wirklich 24 Stunden lang Leben im Rathaus herrschen kann“, sagte Jürgen Meisen. Die Begegnungsstätte trägt den Namen von Gudrun Gruhns Mutter. „Sie sitzt gerade sicherlich mit einem zufriedenen Lächeln da und schaut auf uns herunter“, beendete Gruhn ihre Rede. Das Programm der Stätte beginnt am 01.09.2019. Dann kann man im Rathaus Karten spielen, Kaffeetrinken, an Filmnachmittagen sowie an Gedächtnisübungen teilnehmen. Neu ist die Gymnastikgruppe, die nun dank der größeren Räumlichkeiten möglich ist. Die Begegnungsstätte wurde behindertengerecht saniert und ist mit einem Aufzug zu erreichen.

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