Neujahrsempfang: FDP bangt um die Sozialdemokraten

Neujahrsempfang: FDP bangt um die Sozialdemokraten

Sehr zufrieden äußerte sich Holger Malenkowski, Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes West, über die weite Altersspreizung der anwesenden Mitglieder. Er begrüßte in dem ehemaligen Bürgermeister Hans Segschneider den mit 96 Jahren Ältesten unter den rund 70 Liberalen, die im Rittergut Wildenrath in Wanlo zum Neujahrsempfang zusammengekommen waren. Und in Professor Karl-Hans Laermann (88) einen ehemaligen Bundesminister, der 24 Jahre Mitglied des Bundestages war. Die Gastgeber, neben Malenkowski der Kreisvorsitzende Jörg Buer, freuten sich aber mindestens ebenso über den hohen Anteil jüngerer Besucher. "Wir haben viele Neumitglieder gewonnen", sagte Malenkowski.

Sehr zufrieden äußerte sich Holger Malenkowski, Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes West, über die weite Altersspreizung der anwesenden Mitglieder. Er begrüßte in dem ehemaligen Bürgermeister Hans Segschneider den mit 96 Jahren Ältesten unter den rund 70 Liberalen, die im Rittergut Wildenrath in Wanlo zum Neujahrsempfang zusammengekommen waren. Und in Professor Karl-Hans Laermann (88) einen ehemaligen Bundesminister, der 24 Jahre Mitglied des Bundestages war. Die Gastgeber, neben Malenkowski der Kreisvorsitzende Jörg Buer, freuten sich aber mindestens ebenso über den hohen Anteil jüngerer Besucher. "Wir haben viele Neumitglieder gewonnen", sagte Malenkowski.

Dass die FDP durch ihre Rückkehr in den Bundestag einen kräftigen Motivationsschub erhalten hat, davon kündete auch der Auftritt des Bundestagsabgeordneten Reinhard Houben (57) aus Köln. Zwar riskierte es der aus dem Bergischen stammende Unternehmer und Vorsitzender des FDP-Bezirksverbandes Köln, sich die Sympathien der Gäste zu verscherzen, als er eingangs erklärte, er sei Mitglied beim 1. FC, doch nach kurzem Protest erwiesen die Liberalen ihrem Namen dann mit toleranter Haltung alle Ehre.

Houben gehörte zum FDP-Verhandlungsteam bei den Sondierungen für eine Jamaika-Koalition, und so konnte er einiges aus dem Nähkästchen plaudern. Der Abgeordnete aus Berlin beklagte einen Mangel an Vertrauen im persönlichen Umgang der vier Partner CDU, CSU, Grüne und FDP und kritisierte bei den anderen fehlende Verlässlichkeit. Sorgen mache er sich im Zuge der anstehenden Verhandlungen zur Bildung einer großen Koalition von CDU/CSU und SPD um die Sozialdemokraten. "Die SPD steckt in einer Lose-Lose-Situation", urteilte Houben. "Sollten wir Neuwahlen bekommen, dann fürchte ich, dass weitere Wähler von der SPD zu den Extremen abwandern werden", so seine Prognose. Dirk Richerdt

(ri-)