Botschafter Andrij Melnyk: „Ich werde für Mönchengladbach in der Ukraine werben“

Podiumsdiskussion mit Botschafter : „Ich werde für Mönchengladbach in der Ukraine werben“

Der Botschafter der Ukraine war Andrij Melnyk war zu Gast in Mönchengladbach – und zeigte sich begeistert.

(kes) Es ist nicht der Fußball, der den ukrainischen Botschafter Andrij Melnyk schon zum zweiten Mal in seiner vierjährigen Amtszeit nach Mönchengladbach lockt. „Ich bin kein großer Fußballfan“, sagte der Diplomat bei einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung im Haus Erholung. Dabei gibt es bei der schönsten Nebensache der Welt durchaus Gemeinsamkeiten zwischen Mönchengladbach und Kiew. Die Clubs der beiden Städte, Borussia und Dynamo, begeisterten in den 1970er Jahren mit Angriffsfußball und je einem herausragenden Star, Günter Netzer in Gladbach, Oleg Blochin in Kiew.

Doch bei der Veranstaltung ging es eher um ernste Politik. Schließlich befindet sich die Ukraine im Krieg mit Russland. „Fast täglich sterben Menschen“, beklagte Melnyk. Und an einen Frieden sei vorerst nicht zu denken, solange der russische Präsident Wladimir Putin an der Macht sei. Doch Deutschland und insbesondere Kanzlerin Angela Merkel seien eine Bank für das bedrängte Land.

Melnyk war auf Einladung des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesinnenministerium, Günter Krings, auf Tour in Mönchengladbach. Er besuchte dort das Hightech-Unternehmen Scheidt & Bachmann, das Softwareaufträge in die Ukraine vergeben hat, aber auch das Museum Abteiberg und den Borussia-Park. Der Ukrainer war beeindruckt von der Gastfreundschaft und Offenheit der Gladbacher. „Ein Besuch in Mönchengladbach lohnt sich auch touristisch“, fand der Diplomat. Er sei vor allem überrascht vom Kulturangebot der Stadt. „Ich werde für Mönchengladbach in der Ukraine werben“, versprach Melnyk – und erhielt prompt den Beifall des zahlreichen Publikums.

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