Ausstellung Genderlution der Hochschule Niederrhein im Café Köntges

Stadtgespräch Ausstellung : 20 Studierende feiern „Genderlution“ im Café Köntges

20 Masterstudierende der Hochschule stellen im Köntges ihre Semesterabschlussarbeit vor. Die ungewöhnlichen Werke stießen auf große Resonanz.

Der Masterstudiengang Kulturpädagogik und Kulturmanagement der Hochschule Niederrhein organisierte vergangenes Wochenende ein multimediales Ausstellungsprojekt zum Thema Geschlechtervielfalt. Etwa 100 Gäste sind zur Vernissage im Café Köntges an der Waldhausender Straße erschienen. „Wir haben mit deutlich weniger Besuchern gerechnet“, sagt Fee Josten, Masterstudentin an der Hochschule Niederrhein. 20 Studierende haben eigenständig eine Ausstellung unter dem Titel „Genderlution“ konzipiert. Vom Brainstorming, den Finanzen bis hin zur Kuration waren die Studenten auf sich allein gestellt. Dozentin Ann-Marie Krewer übernahm die Moderation.

Die Herausforderung, so Josten, bestand darin, das komplexe Thema „Gender“ in einer kleinen Ausstellung zu bündeln. Die Organisatoren schafften einen Rahmen, in dem sie mit drei verschiedenen Ausstellungsräumen und drei verschiedenen Zeiten spielten und gleichzeitig mit Klischees arbeiteten. Im ersten Raum, dem „gestern“ ging es um die Entstehung der Gender-Identität. Raum zwei – das „heute“ – befasste sich mit der aktuellen Reflexion des Begriffs. In Raum Nummer drei, der den Namen „Zukunft“ trug, wurden die Aussichten thematisiert.

Gäste schauten sich eine Rauminstallation im zweiten Präsentationszimmer an, des den Namen „gestern“ trug und sich mit der Entstehung der Gender-Identität befasste. Foto: Fee Josten

Dafür setzten die Studierenden verschiedene Arten von Medien ein wie etwa interaktive Exponate, räumliche Installationen, Gemälde und Kollagen. Videoinstallationen wurden als Leihgaben von der Internationalen Filmschule Köln beigesteuert, so auch ein eigen kreiertes Gender-Outfit, das Hochschüler des Studiengangs Textil- und Bekleidungstechnik kooperativ anfertigten. „Die Resonanz war ausgelassen, es wurde munter diskutiert“, freut sich Josten, die sich um das Marketing, die Öffentlichkeitsarbeit und den Online-Auftritt kümmerte. „Gender ist ein Thema, das alle betrifft.“ Gemessen an der bunten Besucherschar – es waren sowohl junge als auch ältere, hetero sowie queere Menschen vor Ort – seien die Mönchengladbacher aufgeschlossen und kritisch eingestellt, so Josten. Im Anschluss wurde mit Häppchen und Musik der Studienabschluss gefeiert. Für die 20 Aussteller schloss das Projekt das letzte aktive Semester ab, jetzt folgt die Masterarbeit. „Unsere Erwartungen und Ziele wurden mehr als erfüllt“, sagt Josten. Einige Bilder der Ausstellung, die den laufenden Betrieb im Café Köntges nicht stören, bleiben hängen.

(juw)