Mönchengladbach: Stadt will freies W-Lan auch über Freifunk aufbauen

Mönchengladbach: Stadt will freies W-Lan auch über Freifunk aufbauen

Die Gladbacher und die Rheydter City werden in den nächsten Monaten über freies W-Lan in einer Reichweite von 500 Mbit pro Sekunde verfügen. Weil von dieser Bandbreite in Gladbach die Seitenarme der Hindenburgstraße - Stephanstraße, Friedrichstraße, Wallstraße - kaum profitieren werden, sollen jetzt weitere öffentliche W-Lan-Netze mit dem System Freifunk eingerichtet werden. Dies beschloss der Rat in seiner jüngsten Sitzung.

Im nächsten halben Jahr wird ein privater Anbieter für 160.000 Euro im Auftrag der städtischen WFMG das Netz für freies mobiles Internet in beiden Innenstädten aufbauen und betreiben. Insgesamt 41 Zugangspunkte - sogenannte Access Points - werden an Gebäuden in der Innenstadt angebracht. In Gladbach folgen sie dem Verlauf der Hindenburgstraße von Hauptbahnhof bis Alter Markt, in Rheydt vom Bahnhof bis zum Rathaus. Diese Punkte garantieren freies W-Lan in einer guten Qualität, aber bereits in den Nebenstraßen wird der Empfang schlecht oder ist gar nicht mehr möglich. Dies hat die FDP heftig kritisiert und von "Händlern erster und zweiter Klasse" gesprochen.

Die zusätzliche Verbesserung, die CDU und SPD nun auf den Weg brachten, soll ein hochwertiges City-W-Lan-Netz in anderen Arealen der Zentren garantieren. In allen öffentlich zugänglichen Bereichen der Verwaltungstandorte und in städtischen Einrichtungen - in Gladbach zum Beispiel das Jugendzentrum Stepgesstraße, Rathaus Abtei, Verwaltungsgebäude Oberstadt - sollen mit Freifunk öffentliche Netze aufgebaut werden. Diese entstehen über spezielle Router des Vereins, die einen Internet-Zugang ermöglichen. Und zwar unbegrenzt und ohne Datenanalyse. Bei der WFMG-Lösung ist der freie Internetzugang auf zwei Stunden begrenzt - wer es länger nutzen will, muss Gutscheine kaufen -, außerdem mit Startseite, auf der sich Einzelhändler präsentieren können.

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CDU und SPD wollen außerdem bei den städtischen Beteiligungsunternehmen für die Freifunk-Netze werben. Sie sollen ebenfalls in den öffentlich zugänglichen Bereichen der Standorte freies W-Lan möglich machen. Die Stadt soll dafür Fördertöpfe bei Bund und Land anzapfen.

(biber)
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