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Mönchengladbach: Stadt sucht Wohnungen für U-3-Betreuung

Mönchengladbach : Stadt sucht Wohnungen für U-3-Betreuung

Der Verwaltung liegen für das kommende Kindergartenjahr rund 2250 Anmeldungen vor. Fast ebenso viele Kinder verlassen Betreuungseinrichtungen in Richtung der Grundschulen.

Wie Sozialdezernent Dr. Michael Schmitz und Jugendamtsleiter Reinhold Steins gestern bei der Vorstellung der Anmeldezahlen mitteilten, konnte das Betreuungsangebot für unter Dreijährige von 900 auf 1069 Plätze ausgebaut werden. Damit gebe es in der Stadt für rund 23 Prozent der Kinder unter drei Jahren ein Angebot, so Steins. Während das Land Nordrhein-Westfalen langfristig mit 35 Prozent rechnet, gehen Steins und Schmitz von einem höheren Bedarf in Mönchengladbach aus. Wie viele U-3-Plätze in Zukunft benötigt werden, will die Stadt jetzt durch eine repräsentative Umfrage in Erfahrung bringen, die in Kooperation mit der Hochschule Niederrhein durchgeführt werden soll. Die Ergebnisse sollen spätestens im November vorliegen.

Ausbau der "LENA-Gruppen"

Ein zentraler Punkt beim Ausbau der Plätze ist die Schaffung sogenannter "LENA"-Gruppen. Dabei handelt es sich um Tagespflegegruppen, in denen bis zu neun Kinder unter drei Jahren von zwei qualifizierten Vollzeitkräften betreut werden. Nach Angaben der Stadt werden momentan neun Standorte für "Lena"-Gruppen vorbereitet, zwei weitere hinsichtlich baulicher Anforderungen geprüft. "Wir sind auf der Suche nach weiteren Wohnungen", sagte Steins. Diese müssen mindestens drei Zimmer (ab 90 Quadratmeter), Küche, Bad und einen Garten haben. Wichtig sei die unmittelbare Nähe zu einer Kita, um eine enge Kooperation zu gewährleisten. Ziel der "Lena-Gruppen" ist, dass die Kinder nach dem dritten Geburtstag problemlos in die benachbarte Tagesstätte wechseln können. Wohnungsbesitzer, die über entsprechende Räumlichkeiten verfügen können sich beim Fachbereich Kinder, Jugend und Familie melden (Tel. 02161 253350).

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Keine Beiträge im letzten Jahr

Zum 1. August sind eine Reihe von Änderungen am Kinderbildungsgestzes in Kraft getreten. Unter anderem müssen Eltern im letzten Kindergartenjahr ab sofort keine Beiträge mehr zahlen. In Gladbach sind davon rund 2400 Kinder und Familien betroffen. Der Stadt fehlen in der Folge zunächst knapp zwei Millionen Euro, das Land muss das Defizit allerdings ausgleichen. Da die Änderungen kurzfristig vom Landtag verabschiedet wurden, "konnten wir keine Vorbereitungen treffen", sagte Steins. Konkret bedeutet das: Beiträge für den Monat August werden unter Umständen abgebucht — in jedem Fall aber erstattet.

(RP)