Mönchengladbach: Stadt stellt 22 zusätzliche Schulsozialarbeiter ein

Mönchengladbach : Stadt stellt 22 zusätzliche Schulsozialarbeiter ein

In der Anne-Frank-Förderschule arbeitet Alessa Kiausch ab dem 1. Februar als Schulsozialarbeiterin. Es ist der Job ihrer Träume: "Ich wollte so was schon immer machen", sagt die 29-Jährige.

"Das ist ein sehr interessantes Aufgabengebiet", ergänzt die Sozialarbeiterin. Sie nimmt teil am neuen Projekt "Kommunale Schulsozialarbeit im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepaketes". Befristet für zwei Jahre wird die Erkelenzerin als neue Mitarbeiterin der Stadtverwaltung eine Schnittstelle zwischen Anne-Frank-Schule, Schul- und Jugendamt sein. Oberbürgermeister Norbert Bude begrüßte gestern offiziell seine neue Kollegin — plus 21 weitere neue Schulsozialarbeiter des städtischen Fachbereichs Schule und Sport, die bei dem Projekt mitwirken.

"Wir versprechen uns einiges von Ihnen", wandte sich Norbert Bude in seiner Begrüßungsrede an die neuen Kollegen. "Wir haben in Mönchengladbach eine Menge Kinder, die Hilfe brauchen." Aufgabe der Schulsozialarbeiter sei es, diese Kinder an die Angebote aus dem Bildungs- und Teilhabepaket heranzuführen — Angebote wie den warmen Mittagstisch, Erziehungshilfen, Sport- oder Musikprojekte. "Mit Ihrer Hilfe wollen wir Problemfälle in Schulen schon früh erkennen", ergänzte Sozialdezernent Dr. Michael Schmitz. Gerade nach dem Übergang von Kindergarten zu Primärschulen müssten Kinder und Eltern stärker für Hilfesysteme sensibilisiert werden.

Hohe Erwartungen

Alessa Kiausch tritt ihre Stelle erst am 1. Februar an, in ihrem Berufsalltag wird das Thema Inklusion eine große Rolle spielen. Ihre Kollegen sind schon ab heute im Einsatz. Auf alle elf Förderschulen in der Stadt, dazu zwei Berufs- und eine Weiterbildungs- sowie vier Grundschulen verteilen sich die Sozialarbeiter. Drei von ihnen übernehmen Sonderaufgaben, wie zum Beispiel Michele Klütsch (23): Die ausgebildete Sportmanagerin koordiniert Kooperationen zwischen Schulen und Sportvereinen. Sie alle seien zusätzliche Kräfte, betonte Sozialdezernent Schmitz. Kein Arbeitsplatz sei dafür andernorts weggefallen.

Aus Bundesmitteln des Bildungs- und Teilhabepakets zahlt die Kommune als Träger ihr Gehalt. Ende 2013 endet das Projekt. "Ich glaube, dass wir nach diesen zwei Jahren weitere Perspektiven haben", sagte Schmitz. Das hänge jedoch vom Erfolg des Projekts ab, ergänzte er. Die Erwartungen an die Schulsozialarbeiter seien hoch.

Als Teamleiter betreut Verwaltungsmitarbeiter Henning Wimmers die Neuen, er ist selbst Sozialarbeiter. Alessa Kiausch freut sich schon auf den Austausch im Team. "Das Tolle ist, dass wir hier von Anfang an alle zusammen Dinge erarbeiten", sagte sie.

(naf)
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