Mönchengladbach: Stadt setzt starke Signale auf Expo Real

Mönchengladbach: Stadt setzt starke Signale auf Expo Real

Bei der morgen beginnenden Gewerbeimmobilienmesse in München will die Gladbacher Delegation mit dem einen oder anderen Knüller aufwarten. Und auf Basis der guten Arbeit der letzten Jahre Investoren für neue Projekte begeistern.

Am Sonntag ist erst einmal langer Atem gefragt. Unter anderem Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners, Stadtsprecher Wolfgang Speen und David Bongartz von der Wirtschaftsförderung (WFMG) schwitzen beim "Expolauf" in München um die Wette. Sie messen sich dabei mit rund 100 weiteren Teilnehmern und Multiplikatoren aus der Immobilienbranche, und das zum Auftakt der wichtigen, dreitägigen Gewerbeimmobilienmesse Expo Real. Die Distanz kann, von 2,5 bis 15 Kilometern, variabel gewählt werden. "Ich überlege mir unterwegs, wie weit ich laufe", sagt Reiners, der erstmals als Stadtoberhaupt zur Expo reist.

Mönchengladbach hingegen ist bereits zum 14. Mal dabei, und langen Atem, was die Realisierung neuer Bauprojekte angeht, musste es in der Vergangenheit häufiger an den Tag legen. Mittlerweile jedoch tritt es mit breiterer Brust auf, mit Erfolgsstandorten wie dem Regiopark im Rücken, die fast gefüllt und damit bald "nur noch Bestandsflächen" sind, so WFMG-Geschäftsführer Dr. Ulrich Schückhaus. Also nicht länger etwas, mit dem man antritt, um potenzielle Investoren dafür zu begeistern.

Doch von solchen Projekten gibt es noch genug, und Gladbach geht gut gerüstet in die Messe, die sich wiederholt als wichtige Börse zum Kontaktpflegen und -knüpfen erwiesen hat. Mit dem neu aufgelegten Immobilienguide 2014/2015, der von der Standort Niederrhein Gesellschaft präsentiert wird und nicht zuletzt zeigt, wie positiv die Entwicklung der Bürobeschäftigten in der Stadt seit 2009 ist. Mit spekulativ errichteten Bürobauten. Und mit dem Masterplan als städteplanerischer Leitlinie. "Das ist für Investoren ein Signal der Zuverlässigkeit", sagt Fritz Otten vom Masterplan-Verein MG 3.0. Der Verein, Ottens Architekturbüro, WFMG, Entwicklungsgesellschaft (EWMG) und Stadtsparkasse sind die bewährten Partner, die Gladbach in München vertreten. Ein Partner hingegen ist neu: Die Teilnahme des niederländischen Investors Van Pol Beheer BV ist auch ein Signal, dass das Projekt Roermonder Höfe weiter mit Hochdruck und Verve verfolgt wird. Und dies sind einige der weiteren Projekte, die Gladbach anpreist:

Croonsquartier "Am Areal mit dem alten Finanzamt hinter dem Minto werden viele Investoren Spaß haben", glaubt Schückhaus.

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Berliner Platz Er wird verkehrlich zurückgestuft, sobald die Durchfahrt Viersener-/Stepgesstraße geschlossen ist, und bietet entsprechendes Entwicklungspotenzial.

Maria Hilf Die Kliniken geben "in absehbarer Zeit den Standort Sandradstraße auf" auf, der von der Stadt bisher per Erbbaurechtsvertrag verpachtet ist, so Schückhaus - es lohne sich also bereits, über künftige Nutzungen nachzudenken.

Hauptbahnhof Rheydt Schückhaus geht davon aus, dass "wir noch 2014 ein Kaufangebot erhalten".

Steinmetzstraße Für einige Grundstücke hinter Haus Westland gebe es "konkrete Interessenten".

(RP)
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