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Mönchengladbach: Stadt bekommt mehr Straßenkontrolleure

Mönchengladbach : Stadt bekommt mehr Straßenkontrolleure

Rund 3000 Mal wird in der Stadt jedes Jahr an Straßen gearbeitet – weil Leitungen und Kanäle verlegt oder weil Schlaglöcher geschlossen werden müssen. Nicht mal zehn Prozent der Arbeiten, die Tiefbauunternehmer im Auftrag übernehmen, werden auch kontrolliert.

Rund 3000 Mal wird in der Stadt jedes Jahr an Straßen gearbeitet — weil Leitungen und Kanäle verlegt oder weil Schlaglöcher geschlossen werden müssen. Nicht mal zehn Prozent der Arbeiten, die Tiefbauunternehmer im Auftrag übernehmen, werden auch kontrolliert.

Der Grund: Bei der Stadt ist für diese Aufgabe nur ein Mitarbeiter zuständig. Andere Kommunen wie etwa Köln setzen dafür mehrere Kräfte ein — und melden bemerkenswerte Erfolge: Die Arbeiten werden gewissenhafter ausgeführt. Und dies spart am Ende viel Geld ein, da Folgeschäden weitgehend ausbleiben. Ein ähnliches Modell will die Ampel-Mehrheit aus SPD, FDP und den Grünen in der Stadt durchsetzen.

In der gestrigen Sitzung des Rates bekam sie dafür eine deutliche Mehrheit. Nur die CDU war nicht damit einverstanden, dass der Ampel-Antrag bereits im Rat beschlossen wurde. Sie forderte, dass die Verwaltung zunächst im Bau- und Planungsausschuss erklärt, wie sie das kostendeckend umsetzen will, ohne dass der Stadt zusätzliche Personalkosten aufgebürdet werden. Die Christdemokraten befürchten auch, dass Unternehmer unter Generalverdacht gestellt werden, nicht korrekt zu arbeiten.

Der Technische Beigeordnete Andreas Wurff sagt dazu: "Im Endeffekt spart die Stadt viel Geld ein, weil sie durch bessere Kontrollen Folgeschäden verhindert. Wir wollen für jeden Aufbruch, den wir genehmigen, höhere Gebühren nehmen. So können wir die Deckungslücke bereits schließen." Er denkt an drei zusätzliche Mitarbeiter, die er für diese Aufgabe einsetzen will. Sie sollen nicht in erster Linie die Endabnahme machen, sondern den Fortgang der Straßenarbeiten fortlaufend begleiten. Wurff: "Sie müssen zum Beispiel darauf achten, dass das richtige Material in der vorgeschriebenen Stärke verwendet und es dann vorschriftsmäßig verdichtet wird. Diese Kontrollen sind derzeit nur unzureichend, weil wir dafür kein Personal haben."

(RP)