Mönchengladbach: Staatsanwalt ermittelt

Mönchengladbach : Staatsanwalt ermittelt

Die Ursache des Gasunfalls in Güdderath ist immer noch nicht geklärt. Jürgen David, Geschäftsführer des Lackdepots Dyrup, schloss gestern einen technischen Defekt in der Kohlendioxid-Löschanlage aus. "Sie funktioniert einwandfrei", sagte er. Die Polizei kann das nicht bestätigen.

"Die Überprüfung der Anlage ist noch nicht abgeschlossen", erklärte Polizeisprecher Jürgen Lützen. Seit gestern ist auch ein Sachverständiger des Landeskriminalamtes zur Ermittlung hinzugezogen worden. Dem Gerücht, die Feuerwehr habe möglicherweise zu früh die Türen zum Depot geöffnet, so dass die Kohlendioxid-Wolke entweichen konnte, entgegnete Feuerwehrchef Jörg Lampe: "Eine funktionierende Anlage schaltet sich ab, wenn Türen geöffnet werden."

Aus seiner Sicht ist der Einsatz am vergangenen Samstag "top gelaufen". Zum Glück hätten fast alle Verletzten wieder aus Krankenhaus entlassen werden können. Zurzeit schreiben alle führenden Einsatzkräfte Berichte, "damit wir ein lückenloses Bild des Großeinsatzes bekommen", sagte Lampe. Mittlerweile hat sich auch die Staatanwaltschaft eingeschaltet. Sie ermittelt — zunächst gegen Unbekannt — wegen möglicher fahrlässiger Körperverletzung und eventuellen Umweltdelikten.

(RP)
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