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Mönchengladbach: Sportplatz teurer, Verein ist unzufrieden

Mönchengladbach : Sportplatz teurer, Verein ist unzufrieden

Die umstrittene Sanierung des Sportplatzes an der Schlachthofstraße wird um noch einmal rund 10 700 Euro teurer als zunächst gedacht. Einer der Vereine, die den Tennenplatz seit längerem nutzt, hat sich unterdessen gegen die Sanierung ausgesprochen und eine andere Lösung vorgeschlagen.

Die Stadtverwaltung hatte in dem Platz eine hohe Konzentration an Blei und Arsen festgestellt. FWG und Teile der CDU halten die inzwischen von der Ratsmehrheit gefällte Entscheidung für falsch. Der kaum genutzte Sportplatz sei überflüssig und hätte sich lukrativ verkaufen lassen, argumentieren sie. Wenn überhaupt sei nicht eine so umfassende Sanierung nötig.

Alexander Gleich, Fachobmann des Sportvereins "Red Stars MG", der auf dem Platz an der Schlachthofstraße trainiert und spielt, hat sich gestern an Oberbürgermeister Norbert Bude gewandt. Der Verein spricht sich dagegen aus, dass der Platz wieder für teures Geld zum Tennenplatz wird. "Sinnvoller wäre ein Kunstrasen. Und zwar einer anstelle von drei Plätzen in unmittelbarer Nachbarschaft, die alle marode sind", so Gleich gegenüber der Rheinischen Post.

Die Umkleidekabinen des Rasenplatzes Brückenstraße und Am Torfbend seien in einem katastrophalen Zustand. Sie seien voller Schimmel, außerdem funktioniere die Hälfte der Duschen nicht. Viele Spieler duschten deswegen schon seit längerem zu Hause.

Sanierung in den Sommerferien

Harald Weuthen, Leiter des Sportamts, bestätigte dies gestern. Er habe selbst erst vor kurzem von diesem Problem erfahren. Die Verwaltung versuche, dies schnellstmöglich wieder in Ordnung zu bringen. Um an der Schlachthofstraße einen Kunstrasenplatz einzurichten, fehle der Stadt das Geld, sagte Weuthen. Die beiden anderen funktionierenden Sportplätze aufzugeben, sei unsinnig.

Doch die Red Stars schlagen eine andere Lösung vor: "Von uns aus kann der Platz an der Schlachthofstraße ganz aufgegeben werden. Wir spielen auch in Mülfort", so Goch. Doch derlei Vorschläge kommen wohl zu spät. Kommenden Dienstag vergibt der Vergabeausschuss den Auftrag an die Firma, die noch in den Sommerferien mit der Sanierung an der Schlachthofstraße beginnen soll.

(RP)