Handball : Zwei Hallen, ein Problem

Die beiden besten Handballteams spielen am Wochenende wieder gleichzeitig. Korschenbroich gegen Neuhausen, Borussia gegen Hamborn. Ändern lässt sich das kaum, Fans müssen sich immer entscheiden.

Handball Es sind genau 5600 Meter von der Jahnhalle bis zur Waldsporthalle. Nicht wenigen Fans im Handball-Kreis bereitet diese Strecke aber Sorgen. Und zwar an jedem Samstagabend. Um 19.30 Uhr ist Anpfiff, und zwar in beiden Hallen. Sowohl der TV Korschenbroich (Zweite Bundesliga) als auch Borussia (Oberliga) pflegen um diese Zeit ihre Heimspiele auszutragen. So auch an diesem Wochenende, wenn der TVK gegen Neuhausen und Borussia gegen die Sportfreunde Hamborn spielt. Bei insgesamt sieben Heimspielen hat Borussia die Konkurrenzveranstaltung.

Das Problem ist nicht neu, nur viel kann nicht dagegen getan werden. Dem TVK, dessen Halle immer voll ist, kann es jedenfalls herzlich egal sein, wann der kleinere Nachbar seine Heimspiele austrägt. Und Borussia muss sich in der Jahnhalle mit Verbandsligist Turnerschaft Lürrip (der Verein hat seine Heimspiele sonntags) und zum Teil mit Welfia arrangieren. Ausweichen auf andere Hallen geht nicht: Denn nur in der Jahnhalle und in Mülfort dürfen Oberliga-Spiele ausgetragen werden. Letztere Spielstätte wird aber gerade notdürftig saniert und ist ohnehin gesperrt. Und wenn per Schlüsselzuweisungen von den Verbänden sowohl Korschenbroich als auch Borussia am gleichen Wochenende zu Hause spielen, muss sich das Mönchengladbacher Publikum eben entscheiden.

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Dabei haben es beide Partien heute Abend in sich. Korschenbroich braucht gegen Neuhausen dringend zwei Punkte, um den letzten Platz zu verlassen. Allerdings fallen in Markus Breuer (links) und Mathias Deppisch (rechts) zwei Außenspieler aus. Während auf der rechten Seite in Robin Doetsch ein guter Ersatz bereitsteht, ist links niemand mehr. So wird wohl Kreisläufer Marcel Görden nach links ausweichen und wie so oft im Spiel als zweiter Kreisläufer einrücken. Gegen die offensive 3-2-1-Abwehr der Gäste ist das nicht die schlechteste Variante. "So wie es gelaufen ist, ist es sehr ärgerlich, dass wir Letzter sind", sagt Trainer Jörn Ilper, der überdies eine Rückkehr ins Spiel ausschließt. "Ich bin mir sicher, dass wir nicht dahin gehören. Dafür ist die Qualität im Kader und im Training zu groß." Mit Neuhausen kehrt der österreichische Nationaltorwart Thomas Bauer nach Korschenbroich zurück. Er spielte in der Saison 2009/10 beim TVK.

Borussia erwartet Hamborn, ein Aufstiegsfavorit auf dem Papier – der mit 0:6 Punkten aber Letzter ist. "Von den Namen her ist das mit Abstand die stärkste Mannschaft", ist Borussen-Trainer Zoran Cutura überzeugt. Er kann abgesehen von Torwart René Mayeur alle Kräfte aufbieten.

Weil die Spiele aber gleichzeitig sind, ergibt sich noch ein ganz anderes Problem: Korschenbroich muss auf Kreisläufer Sebastian Bartmann verzichten. Der spielt mit Doppelspielrecht in Hamborn, und die haben das "Erstzugriffsrecht" auf den stattlichen Kreisläufer. So wird Bartmann wohl in der Jahnhalle auflaufen, und nicht in der Waldsporthalle.

(angr)