Handball: Zu viele Fehler – Lürrip verliert in Lobberich

Handball : Zu viele Fehler – Lürrip verliert in Lobberich

Die Turnerschaft konnte beim 25:27 die Form der Stadtmeisterschaften nicht bestätigen können. Der TVK II unterlag 26:31 in Mülheim.

Von Goran Sopov und Bodo Leckelt verfügen über einen ausgeprägten Handball-Sachverstand. Die beiden verweisen immer wieder darauf, dass in der Verbandsliga "wirklich jeder jeden schlagen kann." Das mussten die beiden Trainer nun am eigenen Leib erleben. Sopov verlor mit der Turnerschaft Lürrip beim TV Lobberich 25:27, Leckelt unterlag mit dem TVK II 26:31 beim DJK/VfL Mülheim Saarn. Selbst bei den Gründen für die Niederlagen herrschte bei Leckelt und Sopov Einigkeit: "Wir haben zu viele Fehler gemacht." Ganz einfach.

Dabei waren die Vorzeichen zumindest bei den Lürripern durchweg positiv. "Ich hatte den ganzen Kader zur Verfügung", sagte Sopov. Geholfen hat es am Ende aber nicht. Denn kaum ein Lürriper erreichte Normalform. Da half es auch wenig, dass Lobberich ebenfalls unter seinen eigenen Möglichkeiten blieb. "Ich hatte sie stärker erwartet", räumte Sopov ein. Dennoch mühten sich seine Schützlinge im Grenzland. Immer wieder führte Lürrip knapp, ließ dann aber wieder den Ausgleich zu. So ging es bis zum 22:21 in der zweiten Halbzeit weiter, als Lürrip dann die Chance hatte, sich in Überzahl abzusetzen. "Die haben wir aber nicht genutzt. Wir haben zu viele Bälle verworfen", sagte Sopov.

Als dann in der Schlussminute auch noch der Ball beim Stand von 26:25 für Lobberich zweimal leichtfertig hergeschenkt wurde, war die Niederlage besiegelt. "Aber wir haben nicht in der letzten Minute verloren", sagte Sopov. Ihn ärgerte die Vielzahl an Passfehlern gewaltig: "So etwas muss man in der C-Jugend trainieren, aber nicht bei uns. Wir haben bestimmt 15 Gegentore nach Tempogegenstößen bekommen."

So viele gab es für den TV Korschenbroich zwar nicht, dennoch war die Abwehr mit 31 Gegentreffern nicht so sattelfest, wie man es sonst von der Leckelt-Mannschaft gewohnt war. Mit Max Schreiner und Daniel Schürings fehlten zwei wichtige Stützen im Korschenbroicher Spiel, was Leckelt aber nicht als Ausrede für die Niederlage gelten lassen wollte. "Wir haben eigentlich gut gespielt, nur aus dem Rückraum hatten wir heute nicht das nötige Glück", sagte der Spielertrainer.

Leckelt selbst traf allein dreimal den Pfosten, seine Nebenleute zielten des Öfteren knapp am Tor vorbei. Dennoch konnte Leckelt der Niederlage etwas Positives abgewinnen: "Wir haben uns unserer Tore alle erspielt. Das war in Ordnung." Die Punkteausbeute hingegen nicht. Doch der Übungsleiter nimmt es gelassen und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu. "So bleibt es in der Liga weiterhin knapp und spannend", sagte er. Als sei es das nicht schon im Vorfeld gewesen.

(rüb)