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Handball: Zidorn überzeugt beim TVK-Arbeitssieg

Handball : Zidorn überzeugt beim TVK-Arbeitssieg

Der Youngster trug mit neun Toren und einer guten Leistung zum Einzug der Korschenbroicher ins HVN-Pokalfinale bei.

Der TV Korschenbroich hat mit einem knappen 29:28-Sieg nach Verlängerung beim TV Aldekerk das Finale des Niederrhein-Pokals erreicht und die Chance auf den Einzug in den DHB-Pokal gewahrt. Beim Oberligisten mühten sich die ersatzgeschwächten Korschenbroicher über 70 Minuten ab. Der sportliche Leiter Kai Faltin sprach von einem "erwartet schwierigen Spiel beim TVA." Im Finale wartet nun die SG OSC Löwen Duisburg auf das Team von Trainer Ronny Rogawska.

Doch das Spiel in der Vogteihalle hat die Korschenbroicher Kraft gekostet. Rogawska verzichtete auf einen Einsatz von Daniel Mestrum, Mathias Deppisch, Michel Mantsch, Paul Keutmann und Philipp Liesebach. Gepaart mit einem kämpferisch tadellos eingestellten Gegner hatte der TVK dementsprechend Probleme, das Spiel zu bestimmen. Mehr noch, Aldekerk zog über 2:0 auf 7:4 davon, die 5-1-Deckung des TVA bereitete den Gästen große Probleme.

Erst mit der Einwechslung von Christian Rommelfanger kippte die Partie. Aus dem 4:7 wurde schnell ein 8:7 für die Korschenbroicher. Dann aber musste Rommelfanger verletzt vom Feld, die Stunde von Nicolai Zidorn hatte geschlagen. Der Youngster agierte frech, zeigte sehenswerte Ansätze und hatte gute Spielideen. "Nico hat Verantwortung übernommen und hat großen Anteil an unserem Sieg", lobte Rogawska. Neun erzielte Treffer untermauerten den starken Eindruck Zidorns.

Trotz all der positiven Erkenntnisse aber konnte sich der Drittligist nie entscheidend absetzen, Aldekerk kämpfte aufopferungsvoll, selbst als der TVK nach dem knappen 11:10 zur Pause zwischenzeitlich mit 16:12 und 18:14 führte. Mit einigen technischen Fehlern im Angriffsspiel aber brachten die Korschenbroicher den Gegner wieder ins Spiel und so hieß es nach 60 Spielminuten 25:25.

In der Verlängerung hatten die Gäste die größeren Kraftreserven und setzten sich 29:26 ab. Aldekerk aber gab, angestachelt von den Zuschauern, nie auf und kam sogar noch zum 29:29, da war das Spiel jedoch kurz zuvor abgepfiffen worden. Angesichts des erfolgreich gestalteten Pokalkrimis machte sich Erleichterung im TVK-Lager breit: "Wir sind froh, dass wir das Finale erreicht haben", sagte Rogawska, der jetzt auch das Endspiel für sich entscheiden will.

Neben der Freude über den Sieg dürfte jedoch noch etwas für Jubel beim Dänen sorgen. Und zwar die Erkenntnis, dass auf alle Spieler Verlass ist, wenn es drauf ankommt. In dieser Pokalnacht spielte sich nun der junge Zidorn in den Fokus des Trainers.

(rüb)