Football: Wölfe jagen Touchdowns

Football: Wölfe jagen Touchdowns

Mit dem "Wolfpack Mönchengladbach" existiert seit Dezember ein neuer Verein für American Football in der Vitusstadt. Schon jetzt zählt er knapp 200 Mitglieder. Noch ungeklärt ist die Frage nach der Spielstätte.

Amercian Football Bevorzugt wildern Wölfe im Osten Deutschlands. Doch jetzt geht ein Rudel auch in Mönchengladbach auf Jagd – nach Touchdowns und Field Goals. "Wolfpack" heißt der neue Mönchengladbacher Verein für American Football. Der Name ist Programm wie auch Ansporn. "Wölfe sind absolute Rudeltiere. Ein Wolf ist stark, ausdauernd und gefährlich. Aber erst im Team ist der Wolf erfolgreich und unbesiegbar", erklärt Klaudia Albrecht, die Vorsitzende des Vereins.

U19 erhält Lizenz der Mavericks

Grund zur Freude hat der im Dezember gegründete Verein bereits jetzt in mehrfacher Hinsicht: Nicht nur verfügt er inzwischen über ein eigenes Logo (der Kopf eines zähnefletschenden Wolfs), eine eigene Satzung und fast 200 Mitglieder, sondern der Verband ließ ebenso alle gemeldeten Teams für die anstehende Saison zu. Vier Mannschaften bei den Junioren (U12, U14, U16 und U19) sowie eine Herrenmanschaft (Seniors) werden mit rund 160 Aktiven die Stadt Mönchengladbach in den jeweiligen Landesligen vertreten.

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Besonders erfreulich für die Verantwortlichen und Fans: Der Verband bewilligte für die U19 ("Rookies") die Lizenzübernahme der sich in Auflösung befindlichen Mavericks, sodass die Mannschaft in der zweithöchsten Spielklasse startet. "Das ist eine richtige und weitsichtige Entscheidung des Verbands", betont Volker Boos, der kommisarisch als zweiter Vorsitzender des neuen Vereins tätig ist. "Fast die komplette ehemalige Jugendmannschaft der Mavericks hat bei uns ein neues Zuhause gefunden. Sie ist sehr spielstark", sagt er.

Daher ist auch die Marschrichtung für die U19 bereits jetzt vorgegeben. "Der Aufstieg ist unser erklärtes Saisonziel", sagt Boos. Kaum gegründet, befindet sich der Verein schon jetzt mitten im Meisterschaftsbetrieb. Das Training mit professionellen Coaches hat bereits begonnen; die ersten Testspiele erwarten die Mannschaften im Februar. Geklärt werden muss nur noch die Frage nach der endgültigen Trainings- und Spielstätte. "Wenn die Verhandlungen weiter so positiv verlaufen, sind wir sehr optimistisch, dass unserem Verein mit dem Hockey-Park nicht nur eine geeignete Trainingsstätte, sondern auch ein attraktiver Austragungsort für die Heimspiele zur Verfügung stehen wird", verrät Boos, der derzeit beinahe rund um die Uhr für den Verein tätig ist. Für Anfang März ist die erste Hauptversammlung geplant. "Wir müssen noch einige organisatorische und finanzielle Herausforderungen stemmen. Insbesondere beim Werben um Sponsoren müssen wir Vertrauen wiedergewinnen. Das braucht seine Zeit." Doch die Verantwortlichen des Vereins sind zuversichtlich. Insbesondere aufgrund des großen Interesses und des Potenzials in der Vitusstadt. "Football ist eine hervorragende Integrationssportart. Vielleicht die beste", schwärmt Boos. "Denn jedes Kind findet auf einer Spielposition seine Bestimmung – ob groß oder klein, ob schmächtig oder kräftig."

(fae)
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