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Interview mit Norbert Hübner: "Wir sind wieder in Schlagdistanz zur Spitze"

Interview mit Norbert Hübner : "Wir sind wieder in Schlagdistanz zur Spitze"

Rheindahlens Fußball-Obmann über die Aufholjagd des Landesliga-Absteigers, Glück und Pech und viele Teams des SCR.

Herr Hübner, nach dem 3:1-Sieg in Jüchen haben Sie mit ihrer Mannschaft den Abstand zur Spitze der Bezirksliga verkürzen können.

Hübner Das ist so und wir freuen uns darüber. Jetzt sind wir wieder in Schlagdistanz. Wir hoffen, in den nächsten Spielen konstant in unseren Leistungen zu bleiben.

Sie hatten aber auch das Glück, dass sich die anderen Spitzenmannschaften auch Ausrutscher leisteten.

Hübner Das gehört im Fußball dazu. Aber es wäre für uns auch kein Beinbruch gewesen, wenn wir in Jüchen nicht so erfolgreich gewesen wären. Denn der SC Rheindahlen ist nicht nur die Bezirksligamannschaft, mit der wir uns schon etwas für diese Saison vorgenommen haben. Den Start hatten wir uns sicherlich anders vorgestellt, zumal wir über viel Potenzial verfügen. Aber deshalb spielen unsere Gegner gegen uns mit 120 Prozent und die Schiedsrichter sind auch nicht immer auf unserer Seite.

Es waren aber nicht nur Glück oder die Schiedsrichter gewesen, das den SC anfangs im Stich gelassen hat. Auch die Leistungen stimmten nicht immer.

Hübner Wir hatten viele Verletzte, Leistungsträger, die wir nicht einfach in diesem Ausmaß ersetzen konnten. Aber wir haben nicht nur notgedrungen auf unsere Jugendlichen gesetzt. Die wollen wir aufbauen, denn von ihnen haben wir hoffentlich noch lange etwas. Wenn man bewusst so verfährt, muss man auch Rückschläge in Kauf nehmen. Jetzt kommen unsere Leistungsträger allmählich zurück, aber sie brauchen noch Zeit, um in Form zu kommen.

Also haben Sie doch wieder die Meisterschaft ernsthaft in den Blick genommen. Es sind immerhin sieben Punkte Rückstand.

Hübner Die haben wir auch noch nie aus den Augen verloren. Aber ich habe schon darauf hingewiesen, dass wir beim SC nicht nur die Bezirksligamannschaft zu bieten haben. Dieses Jahr nehmen vier Seniorenmannschaften am Meisterschaftsbetrieb teil. Das ist schon außergewöhnlich. Die 2. Mannschaft hält sich nach dem Aufstieg in der Kreisliga A sehr gut. Die 3. Mannschaft führt sogar ihre Gruppe in der Kreisliga C an. Wir haben als Verein also unsere Erfolgserlebnisse. Das ist das Resultat von kontinuierlicher Arbeit in den vergangenen Jahren. Das wollen wir fortsetzen und nicht einfach schnellen, aber kurzen Beifall erhaschen. Ich glaube, dass wir nun auf Kurs sind. Eine gute Basis für unsere Weihnachtsfeier mit 130 Kindern und 150 Senioren und ihren Frauen. Dieses Vereinsleben macht auch den SC aus.

KURT THEUERZEIT FÜHRTE DAS GESPRÄCH

(RP)