Fußball: Wer stoppt die rasante Talfahrt?

Fußball : Wer stoppt die rasante Talfahrt?

Da schienen sich die Mönchengladbacher Landesligisten sportlich so richtig gut erholt zu haben. Aber seit Wochen kriselt es in Giesenkirchen und Odenkirchen. Aus dieser Krise kann sich recht bald eine ungebremste Talfahrt in Richtung Bezirksliga ergeben, an der beide Vereine wohl oder übel teilnehmen müssen. Beide werden sich wohl nicht mehr retten, aber vielleicht schafft es einer von beiden.

Beste Chancen kann sich dabei der Sieger des Derbys am heutigen Donnerstag (Anstoß 19 Uhr) ausrechnen. Der Verlierer dieses Nachholspiels wird schon frühzeitig für die Bezirksliga planen dürfen. Dabei haben die Giesenkirchener im Augenblick noch das bessere Ende für sich. Trainer Markus Visschers: "Mit dem 0:0 in Richrath haben wir unser Selbstvertrauen wiedergefunden. Das war wichtig vor der Partie in Odenkirchen."

Neben dem Selbstvertauen hat Giesenkirchen auch noch fünf Punkte Vorsprung. Das zählt eigentlich noch mehr. Die Ursachen für die Talfahrt beider Vereine weisen erstaunliche Parallelen auf. Das Personal wurde in beiden Vereinen knapper, das sportliche Potenzial damit enorm reduziert. In Odenkirchen fand diese Entwicklung schon mit dem Saisonstart statt, als der Klub wichtige Leistungsträger ziehen ließ und nicht für entsprechenden Nachschub sorgte. "Das durfte schon nicht passieren", stellt jetzt auch Trainer Henk Rayer fest. In Giesenkirchen musste man nach der Winterpause plötzlich auf entscheidende Routiniers verzichten.

Beide Vereine verloren zudem während der Saison ihre Trainer, die maßgeblichen Anteil am sportlichen Erfolg beider Vereine gehabt hatten. In Odenkirchen warf Peter Schleuter das Handtuch, weil sich der Kader quantitativ und qualitativ von Woche zu Woche verschlechterte. In Giesenkirchen führten Querelen, Missverständnisse und unzureichende Absprachen zum Bruch zwischen Vorstand und Trainer Guido Knuppertz, der am Ende ebenfalls nicht mehr weiter machen wollte.

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Schließlich wurden beide Kader in den letzten Wochen weiter reduziert, wobei ausgerechnet die noch wenigen, verbliebenen Leistungsträger betroffen sind. Giesenkirchens Oliver Oczko handelte sich eine längere Rotsperre ein. Daniel Weber ist nach seiner Verletzung wieder dabei. Damit dürfte die Abwehr wieder mehr Sicherheit bekommen.

Viel besser ergeht es Odenkirchen auch nicht. Verletzungsbedingt wird Faouzi Hammouche wohl längere Zeit ausfallen. Mohamed Chaibi spielte gegen den 1. FC Mönchengladbach, erreichte aber nicht die gewohnte Form. Trainer Henk Rayer weiß das heute noch eins hilft: "Wir müssen auf Biegen und Brechen gewinnen."

(RP)