Hockey : Wegweisende Premiere

Am Freitag bestreitet der RSV sein erstes Hallen-Bundesligaspiel. Die Partie gegen Schwarz-Weiß Neuss ist im Kampf um den Klassenerhalt gleich enorm wichtig. Zweitligist GHTC peilt derweil den direkten Wiederaufstieg an.

Die Premiere steigt heute um 19.30 Uhr. Dann bestreitet der Rheydter Spielverein gegen Schwarz-Weiß Neuss sein erstes Erstligaspiel in der Halle. "Wir freuen uns sehr darauf, auch wenn wir wissen, dass es eine schwierige Angelegenheit wird. Wir sind der totale Außenseiter", sagt Trainer André Schiefer. Etwas überraschend war seine Mannschaft im letzten Winter aufgestiegen, jetzt muss sich der RSV der bärenstarken Konkurrenz im Westen erwehren.

Krauss droht auszufallen

"Es wird sehr entscheidend sein, dass wir in der Defensive gut stehen und einer für den anderen ackert. Die Stimmung in der Mannschaft ist ebenso wichtig", sagt Schiefer, der in diesen Punkten während der Hinrunde der Feldsaison, auch als Aufsteiger in der höchsten Liga, des öfteren überhaupt nicht zufrieden war, jetzt aber eine deutliche Verbesserung bemerkt hat. Personell hat sich die Lage allerdings eher verschlechtert. Der letztjährige Zweitliga-Torschützenkönig Sebastian Meister hat den Verein verlassen, zudem droht Abwehr-Organisator Thomas Krauss wegen eines Bandscheibenvorfalls die gesamte Hallensaison auszufallen.

"Ich hoffe, dass er zumindest am Freitag spielen kann, denn ich schätze Neuss einen Tick schwächer ein als den Rest der Liga. Das ist gleich ein sehr wichtiges Spiel", sagt Schiefer, der sich mit seiner Mannschaft keineswegs schon vor dem Saisonbeginn geschlagen geben möchte: "Unsere Erstbesetzung ist nicht so viel schlechter als die der Konkurrenz."

Dass es allerdings extrem schwer ist in der West-Gruppe, davon weiß der GHTC ein Lied zu singen. Im letzten Jahr stieg der Verein ab, ohne auch nur einen Punkt geholt zu haben. Nun soll der direkte Wiederaufstieg gelingen. "Wenn wir unser Leistungsvermögen abrufen, haben wir auch eine gute Chance", sagt Trainer Andrew Meredith optimistisch. Dabei hat der Zweitligist mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Zum einen fehlt mit Mats Grambusch (Studium in England) ein wertvoller Stürmer, zum anderen werden Meredith und sein Kapitän Christoph Menke drei Spiele wegen der Champions Trophy mit der Nationalmannschaft in Melbourne verpassen. "Das ist sicher nicht ideal, aber wir sind stark genug, um das zu kompensieren", sagt Meredith, der im Abwehrbereich ein wahres Luxusproblem hat.

"Seitdem ich in Gladbach bin, habe ich erstmals in der Defensive genug Spieler, so dass Christoph Menke im Sturm spielen kann." Ebenso wird Christian Tanck von Klipper Hamburg die Offensive der Gladbacher verstärken. Auch im Tor gibt es eine Veränderung: Meredith schenkt Nachwuchsmann Jens Blüthner das Vertrauen, da "er technisch sehr gut ist und eine starke Vorbereitung gespielt hat". Generell sieht der Australier seine Mannschaft gut aufgestellt: "Es ist im Gegensatz zum Vorjahr eine neue Gruppe. Die jungen Spieler wie Lucas Teepe oder Marcus Funken sind jetzt viel stärker." Zum Auftakt gegen Aufsteiger Raffelberg möchte der GHTC gleich ein Zeichen setzen. Damit die Zweite Liga wirklich nur ein einjähriger Abstecher bleibt.

(RP)