Fußball: Weder Euphorie noch Krisenstimmung

Fußball : Weder Euphorie noch Krisenstimmung

Fußball-Landesliga: Der FC bleibt trotz der Tabellenführung auf dem Boden, der Abstiegsplatz bereitet Odenkirchen keine Sorgen.

Der erste Blick auf die Landesliga-Tabelle der Gruppe 2 könnte Euphorie, der zweite dagegen schon wieder Angst und Schrecken auslösen. Der 1. FC Mönchengladbach hat nach dem 1:0-Sieg gegen Odenkirchen und einem weiteren Ausrutscher der Klever die Tabellenführung übernommen. Odenkirchen dagegen findet sich plötzlich auf einem Abstiegsplatz wieder. Ist nun auf der einen Seite Euphorie angesagt und auf der anderen Krisenstimmung oder sind es einfach nur Momentaufnahmen, die vielleicht schon bald der Vergangenheit angehören?

"Wir heben jetzt sicherlich nicht ab, weil wir bei Kleve sehen, wie schnell man den Platz an der Sonne verlieren kann. Diese Liga ist einfach viel zu ausgeglichen. Wir bleiben auf dem Teppich und machen weiter unsere Arbeit", versichert FC-Trainer Stephan Houben.

Allerdings verdienen sich der Trainer und seine Mannschaft Bestnoten, nachdem der Saisonstart wegen des Spielplans notgedrungen holprig verlaufen musste. Von ganz unten musste sich der FC mit viel Geduld und einer kontinuierlichen spielerischen Steigerung nach vorne arbeiten. Das ist bestens gelungen, denn inzwischen hat der FC vor dem wahrscheinlich stärksten Konkurrenten zwei Punkte Vorsprung, wobei Kleve noch einmal aussetzen muss. "Das sieht für uns momentan gut aus, aber zuerst müssen wir das nächste Spiel erfolgreich bestreiten. Das wird in Tönisberg sicher nicht einfach werden", sagt Houben. Tönisberg sorgte nämlich zuletzt durch den 2:1-Sieg für die zweite Heimniederlage Kleves und wird am Sonntag versuchen, diesen Erfolg gegen den FC zu wiederholen.

Wie der FC hat sich auch Odenkirchen in den vergangenen Wochen permanent gesteigert, hatte aber nicht das Glück, in den Vergleichen mit den starken Teams zu Siegen zu kommen. Dennoch überzeugte Odenkirchen beim Unentschieden gegen Kleve, aber auch bei der 0:1-Niederlage am vergangenen Sonntag beim FC. "Wir sind auf einem guten Weg, finden uns allmählich als Mannschaft. Wir müssen uns jetzt auch einmal durch Punkte und nicht nur durch Komplimente belohnen lassen", sagt Odenkirchens Trainer Thomas Bahr.

Gegen St. Tönis bietet sich seiner Mannschaft am Sonntag dazu wahrscheinlich eine gute Gelegenheit. Mit einem Sieg ließen sie den Gegner auch in der Tabelle sicher hinter sich. Es könnte sogar noch deutlicher nach oben gehen, denn der Abstand zu den besser platzierten Klubs ist geringfügig. "Der augenblickliche Platz beunruhigt mich nicht. Ich vertraue der Mannschaft und hoffe, dass wir Sonntag einen Schritt nach oben machen können. Da könnte sogar ein dreckiger Dreier helfen."

Realisieren der FC und Odenkirchen ihre Vorhaben, dann dürfte der Blick auf die Tabelle am Montag für beide Landesligisten zur hellen Freude werden.

(RP)
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