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Fußball: Wechselhaftes Torwart-Leben

Fußball : Wechselhaftes Torwart-Leben

Borussias Marc-André ter Stegen hielt in seinem zweiten Länderspiel Messis Elfmeter, kassierte aber drei Tore. Früher war die Planstelle des Torwarts eine Konstante bei den hiesigen Landesligisten. Nur Thomas Gerdes, Peter Dreßen und Christoph Zabel haben ihre Posten sicher.

Die Planstelle des Torwarts war in der Vergangenheit diejenige, die lange konstant durch eine Arbeitskraft bei den Fußball-Landesligisten besetzt wurde. Wechsel gab es sehr selten. Doch das hat sich in diesem Jahr deutlich geändert. Die Schnapper sind wechselwillig geworden, seltener sind die, die über Jahre bei ihrem Verein bleiben und unwidersprochen die Nummer eins sind.

Der mit der längsten Verweildauer bei seinem Verein ist wohl Thomas Gerdes vom 1. FC Viersen. Nach seiner Zeit beim Rheydter Spielverein wechselte er ab 2006 an den Hohen Busch. "Wenn alle so professionell arbeiteten wie er, könnten viele zwei bis drei Klassen höher spielen", schwärmt Trainer Willi Kehrberg von seinem Schlussmann. Der ist ebenso unumstritten wie Peter Dreßen beim 1. FC Mönchengladbach, hinter dem sich aber junge Akteure als Nachfolger empfehlen wollen. "Die bauen wir langsam auf und werfen sie nicht einfach ins kalte Wasser", sagt Torwart-Trainer Markus Brock.

Malchow musste suchen

Unumstritten dürfte auch Christoph Zabel vom Rheydter Spielverein sein, der in der vergangenen Saison für wichtige Punkte zum Klassenerhalt gut war. "Aber es war gar nicht so einfach einen weiteren Torwart zu finden, nachdem uns Christoph Kampe in Richtung Rheindahlen verlassen hat", erinnert sich RSV-Trainer Axel Malchow nur ungern an die Suche nach einem zweiten Mann. Inzwischen ist er mit dem Ex-Giesenkirchener André Lorse fündig geworden. Zudem ist noch Pierre Mendez (vorher Odenkirchen) im Gespräch, der augenblicklich aber noch in Urlaub ist.

Bei den anderen Landeligisten ist der Torwartposten noch nicht endgültig besetzt. In Süchteln könnte Daniel Leupers, der in Viersen hinter Thomas Gerdes vorerst keine Chance hatte, unverhofft schnell seine Chance bekommen, denn Tobias Stoll hat sich verletzt und könnte längere Zeit ausfallen. Torsten Trautmann ist inzwischen in den ASV-Trainerstab gewechselt und würde nur im Notfall einspringen.

In Amern hat sich Trainer Rainer Bruse noch nicht entschieden. "Dennis Netten und unser Neuzugang Christopher Viertmann machen beide einen guten Eindruck. Denkbar, dass die beiden sich abwechseln werden."

Bei Neuling Rheindahlen hat Stammtorwart Danny Gosemärker zwar einen kleinen Vorsprung, aber Neuzugang Christoph Kampe (Rheydter SV) wird seine Chance erhalten. "Trainer Manuel Moreira wird sich erst nach der Vorbereitung endgültig entscheiden", sagt Fußball-Obmann Holger Drever.

Lange und intensiv dauerte die Suche beim SV Lürrip, nachdem Marc Ferfers und Daniel Bellen nicht mehr da sind. "Wir haben auch mit Hochkarätern gesprochen, aber wir legen nur das Geld aus, das wir auch haben", bleibt Fußball-Obmann Andreas Zimmermann seiner Finanzlinie treu.

Mit Graham Fleischacker (SV Klinkum), Patrick Becker (Eller 04) und Roger Vazir aus den eigenen Reihen will man ehrgeizige Talente langsam aufbauen. Roger Vazir spielte bisher fast ausschließlich Handball, will aber die Umschulung in Angriff nehmen und ist optimistisch den Sprung im größeren Kasten auch hinzukriegen.

(RP/rl)