Fußball: Vorstand gibt nicht genügend UnterstützungGiesenkirchen erkämpfte sich ein 0:0

Fußball : Vorstand gibt nicht genügend UnterstützungGiesenkirchen erkämpfte sich ein 0:0

Nach dem 0:1 gegen den 1. FC Mönchengladbach wird es für Sie nun ganz eng. Haben Sie noch Chancen, die Klasse zu erhalten?

Rayer Das wird natürlich jetzt schon schwierig, weil uns wichtige Punkte fehlen. Immerhin sind es schon fünf. Wir dürfen eigentlich nicht nur auf unsere drei Nachholspiele hoffen. Bedenklicher stimmt mich vielmehr, dass wir uns gegen den FC kaum Chancen erarbeitet haben. Es fehlen uns aber auch wichtige Spieler, unser Kader ist sehr übersichtlich.

Das war aber schon bei ihrer Amtsübernahme festzustellen. Haben Sie den Vorstand nicht darauf hingewiesen?

Rayer Das habe ich schon im Dezember getan. Ich habe genau beschrieben, wo wir uns verstärken müssen. Aber da ist nichts passiert. Ich habe ganz allein dagestanden. Glauben Sie, dass ich mit einem einzigen Torwart zufrieden sein kann? Dann kommt auch noch dieser Platz dazu, auf den man kaum Kühe schicken kann. Fußball kann man unter diesen Umständen nicht spielen.

Am Donnerstag kommen die Giesenkirchener an die Beller Mühle. Da ist ein Sieg Pflicht.

Rayer Klar! Wenn wir dieses Spiel nicht gewinnen, dann wird es für uns immer schwieriger. Dazu treten wir noch zweimal gegen den Tabellenletzten Linn an. das müssen schon neun Punkte werden. Schaffen wir das, dann sieht die Lage vielleicht wieder besser aus.

Was passiert, wenn Sie dennoch nicht den Klassenerhalt schaffen. Werden Sie sich dann aus Odenkirchen verabschieden?

Rayer Ich bin in 30 Trainerjahren noch nicht abgestiegen. Das will ich auch diesmal vermeiden. Gelingt es nicht, dann liegt es zunächst am Vorstand, ob er mit mir weitermachen will. Ich weiß nicht, wie in einer solchen Situation reagieren werden. Aber noch einmal: Zunächst will ich nicht absteigen, sondern alles geben, um mit der Mannschaft die Landesliga für Odenkirchen zu erhalten.

LANDESLIGA (zeit) Aufatmen in Giesenkirchen nach dem 0:0 in Richrath. Die Gäste besannen sich wieder auf ihre Kampfkraft und hatten damit einen Teilerfolg, der zumindest das Selbstbewusstsein wieder ein wenig anheben dürfte.

Natürlich hatte Trainer Markus Visschers sein Team nach dem Debakel gegen Nettetal defensiv eingestellt. Überraschend stand André Lorse für Timo Mütz im Tor. Weniger überraschend war die Tatsache, dass Danniel Weber wieder in der Vierer-Kette auftauchte. Dadurch aber wirkte Giesenkirchens Abwehr wieder viel stabiler und ließ gegen die zunächst feldüberlegenen Richrather kaum Chancen zu.

Nach einer Stunde änderte sich die Lage für die Gäste noch ein wenig positiver, nachdem Richraths Marcus Boing die Gelb/rote Karte sah. Nun traute sich Giesenkirchen ein wenig mehr nach vorne, setzte aber immer noch auf eine sichere Hintermannschaft.

Beide Mannschaften hatten dann bei den wenigen Chancen, die zugelassen wurden, jeweils eine Möglichkeit, das Spiel noch für sich zu entscheiden. Lazarus Iliadis traf nach Vorarbeit von Faisal Daftari nur Aluminium. In der Schlussphase behielt André Lorse bei einem Konter der Gastgeber die Nerven und wehrte einen Scharfschuss gekonnt ab.

(RP)