Amateursport Fußball aus Familientradition

Mönchengladbach · Martina Krämer-Lichtschlag hat zwei Söhne, die beim Rheydter SV kicken. Der spielt am Freitagabend gegen den Spitzenreiter DJK/VfL Giesenkirchen. Es ist der Auftakt für das Wochenende in der Bezirksliga.

 Drei Brüder: Sebastian Krämer, Dominik Lichtschlag und Tobias Krämer (von links).

Drei Brüder: Sebastian Krämer, Dominik Lichtschlag und Tobias Krämer (von links).

Foto: privat

Martina Krämer-Lichtschlag ist eine der wenigen Frauen, die für das Internetportal fupa.net als Fotografin tätig ist. Ihre Bilder sind allerdings nur ein kleines Zeitdokument einer mehr als 80-jährigen Familiengeschichte, die fast nur fußballverrückte Familienmitglieder hervorgebracht hat.

Begonnen hat es bereits in den 1930er Jahren, als Martina Krämer-Lichtschlags Großonkel Mathias Beulen mit den Wolters-Brüdern, seinen beiden Schwägern, in Dohr vor das runde Leder trat. Die Tradition setzten nach dem Krieg ihr Vater Heinz Clemens mit seinem Bruder Fritz Anfang der 50er beim Rheydter SV fort. Auch Martina Krämer-Lichtschlags Bruder Frank Clemens war vom Fußball-Virus infiziert. Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre spielte er in Odenkirchen und wurde hier auch Trainer. Einer seiner damaligen Spieler war unter anderem Roland Virkus, der heutige Nachwuchsdirektor Borussias.

Drei Söhne hat Martina Krämer-Lichtschlag zur Welt gebracht. Sebastian Krämer, der kürzlich seinen 40. Geburtstag feierte, kickte ebenfalls in Odenkirchen, wo er auch Jugendtrainer war. Tobias Krämer als Zweitältester ist derzeit beim Rheydter SV als Innenverteidiger kaum wegzudenken. Und der jüngste Spross ist Dominik Lichtschlag, der ebenfalls beim RSV spielt. „Wenn das mein Vater noch hätte erleben dürfen, er wäre so was von stolz auf seine zwei Enkel gewesen, denn der ,Spö’ war seine Herzensangelegenheit“, erzählt Martina Krämer-Lichtschlag.

Sie selbst hätte gerne auch Fußball gespielt, doch zu ihrer Zeit war es verboten, als Mädchen in einem Verein zu kicken. So blieben ihr nur Bolzplätze. Sie sah sich nach Alternativen im Fußball um und landete kurzerhand bei der Spvg. Odenkirchen 05/07, wo sie dann Jugendgeschäftsführerin wurde. „Der Fußball hat mich schon von klein auf fasziniert und interessiert. Meine Eltern haben das Vereinsleben vorgelebt. Komischerweise hatte mein erster Ehemann, der viel zu früh verstarb, überhaupt keinen Bezug zum Sport. Und mein jetziger Mann Stephan hat als Jugendlicher, wie soll es anders sein, ebenfalls Fußball gespielt, bevor er zum Billard wechselte und auch hier wettkampfmäßig unterwegs war. Doch die Begeisterung für den runden Ball hat nie nachgelassen“, erzählt Martina Krämer-Lichtschlag. Ein Ende der Familientradition ist noch längst nicht in Sicht, denn ihre Enkel Lukas (14) und Felix (8) spielen derzeit noch in ihrem Wohnort Otzenrath Fußball.

Zumindest am Samstag (19 Uhr) wird Martina Krämer-Lichtschlag wieder mit der Kamera bewaffnet Bilder ihrer beiden Söhne Tobias und Dominik im Derby des RSV beim Tabellenführer in Giesenkirchen machen. Bereits am Freitag um 20 Uhr erwartet Mennrath den kürzlich abgelösten Spitzenreiter VfL Repelen. Lürrip tritt am Samstag um 17 Uhr in Moers-Meerfeld an, Teutonia am Sonntag in Budberg.

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