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Volleyball Verbandsliga: TV 1848 Mönchengladbach und Tus Beeck in der Liga der „Endspiele“

Volleyball Verbandsliga : TV 1848 und Tus Beeck in der Liga der „Endspiele“

Beide Aufsteiger gewannen ihren Auftakt in der Verbandsliga – bei vier Absteigern in der Klasse ein wertvoller Start. Der TV 1848 ist sogar Tabellenführer. Nur „eine Momentaufnahme“, sagt der Trainer.

Vom Blick auf die Tabelle lässt sich Thomas Palaszewski nicht beirren, dazu ist er zu lange im Geschäft, wie er sagt. Dabei liegt sein TV 1848 Mönchengladbach nach dem ersten Spieltag der Verbandsliga an der Spitze – als Aufsteiger. Für Palaszewski, seit fast 30 Jahren Trainer beim TV, aber nur eine „Momentaufnahme“. Über den souveränen 3:0-Erfolg zum Auftakt gegen die 3. Mannschaft von Bayer Leverkusen freute er sich dennoch. „Das Spiel ist gut gelaufen, wir waren sehr konzentriert. Aber es ist nur ein Spiel“, sagt Palaszewski. Die Partie gegen Leverkusen war die erste seit rund einem halben Jahr – seitdem die Vorsaison aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochen wurde. Als damaliger Tabellenführer in der Niederrheinliga wurde der TV vom Westdeutschen Volleyballverband zum Aufsteiger erklärt – und kehrte nach vielen Jahren zurück in die Verbandsliga. Ein Erfolg, den sich der Verein laut Palaszewski über die Jahre erarbeitet hat. „Wir haben nun ein stabiles Fundament aus Jugend und 2. Mannschaft. Und unser erstes Team ist inzwischen auf dem Niveau, in der Verbandsliga zu bestehen“, sagt er. Ihn freut, dass die Mannschaft im Kern zusammengeblieben ist, nur einen Abgang gab es. Zudem rückten drei Spielerinnen aus der 2. Mannschaft auf. „Im Vorjahr hatten wir Besetzungsprobleme und nur sieben bis acht Spielerinnen. Nun habe ich gute Optionen im Zwölfer-Kader“, sagt der Trainer. Am kommenden Wochenende hat seine Mannschaft jedoch spielfrei.

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Dafür trifft dieses Mal die Tus Beeck am 2. Spieltag auf Bayer Leverkusen. Auch Beeck gewann seinen Auftakt, setzte sich mit 3:1 gegen die DJK Rheinkraft Neuss durch. Und auch Beeck ist neu in der Spielklasse: Als damaliger Tabellenzweiter hinter Mönchengladbach bekam das Team den Aufstieg am „Grünen Tisch“ zugesprochen, wie Trainer Tim Lassoncyzk sagt. Denn theoretisch hätten noch Chancen auf den Meistertitel bestanden, und die üblichen Relegationsspiele waren coronabedingt nicht möglich. Also ging es für Beeck ebenfalls nach oben.

Für Lassoncyzk war der Auftaktsieg vor allem gut für die Moral. Denn die Trainingsbedingungen in der Halle waren coronabedingt in der Vorbereitung schwierig. „Es ist noch nicht alles stabil und sicher in unserem Spiel. Daher war der Sieg sehr wichtig für den Kopf“, sagt Lassoncyzk. Für einen kleinen Verein wie Beeck bedeutet die Verbandsliga zudem einen erhöhten finanziellen Aufwand. „Schiedsrichterkosten, Materialkosten und auch die Fahrtkosten für weitere Strecken“, zählt der Trainer auf, das müsse erst gestemmt werden. Immerhin konnte man in der Vorbereitung einen weiteren Sponsor gewinnen. Dazu verstärkte sich der Verein mit fünf neuen Spielerinnen.

Für beide Mannschaften geht es in diesem Jahr jedoch nur um den Klassenerhalt. Aufgrund der Corona-Situation wurden die Verbandsligen von vier auf fünf aufgestockt – und vier Mannschaften steigen je Klasse direkt ab. Bei nur neun Mannschaften in der Liga ein „harter Kampf“, wie Palaszewski sagt. Für Lassoncyzk ist daher jede Partie ein „Endspiel“. Das Erste wurde für beide Teams gewonnen.