Teams in der Volleyball-Verbandsliga TV Mülfort-Bell gewinnt auch das zweite Spiel, VC Ratheim enttäuscht

Volleyball-Verbandsliga · Im ersten Spiel nach dem überraschenden Oberliga-Abstieg verfallen die Volleyballer vom VC Ratheim umgehend wieder in alte Muster. Ligakonkurrent TV Mülfort-Bell müht sich zum zweiten Sieg der neuen Saison. Die Damen des TV 1848 kassieren derweil die zweite 2:3-Pleite.

Albert Schmidt vom VC Ratheim streckt sich, das Netz rettet für ihn.

Albert Schmidt vom VC Ratheim streckt sich, das Netz rettet für ihn.

Foto: Nipko

Der VC Ratheim scheint nicht recht aus seinen Mustern herauszukommen. Den Saisonstart – nach dem überraschenden Abstieg aus der Oberliga in der vergangenen Spielzeit – hat die Mannschaft trotz aller Motivation verpatzt und das erste Spiel in der Verbandsliga gegen die TVG Holsterhausen mit 1:3 verloren.

Der Hauptgrund für die Auftakt-Niederlage ist dem VC wohlbekannt: Die Leistung der Ratheimer blieb nicht stabil. Die Qualität war zwar da, brach aber immer wieder ein und konnte nicht mehr ausgeglichen werden. Trainer Bob Vaessen frustriert der Start in die Saison und der gleichbleibende Zustand der Mannschaft: „Es war leider genau wie im letzten Jahr. Die Spieler waren oft nur halb da, wir haben uns nicht getraut, Punkte zu machen. Wir haben die Qualität und hätten die TVG locker vom Platz werfen können, wenn wir unser Niveau gehalten hätten“.

Im Vergleich zur letzten Saison hat sich einzig der Zeitpunkt des Leistungseinbruchs geändert: Während der VC sich bislang meist nach einem guten Start zum Ende eines Satzes verschlechterte, zeigte die Mannschaft nun eher in der Mitte jeder Runde eine Schwächephase. Die letzten Bälle wurden wieder mit mehr Motivation und Einsatz gespielt, bis auf einen Satzgewinn brachte das den Ratheimern aber auch nichts mehr (20:25, 26:24, 19:25 und 21:25). Im zweiten Satz sorgten vor allem Felix Jansen und Jens Laibach für Punkte.

Auf den Gegner konnte sich der VC nicht vorbereiten, da die TVG Holsterhausen für die Ratheimer völlig unbekannt war. Die Essener Mannschaft hatte in der vergangenen Saison den dritten Platz belegt und ihr erstes Spiel in der Liga bereits mit 3:0 und deutlichen Satzgewinnen für sich entschieden. Aber auch wenn diese Indizien auf eine eher starke Gruppe hingewiesen hatten, sah sich der VC eigentlich klar überlegen. „Die Mannschaft hat einen sehr guten Angreifer, aber sonst können wir schon behaupten, dass unsere Spieler besser sind“, sagt Bob Vaessen. Mit Timo Buschen und Albert Schmidt traten zum ersten Mal die zwei ehemaligen Jugendspieler auf das Spielfeld des VC. Auch Neuzugang Arek von Zschinsky hatte seinen ersten aktiven Einsatz für Ratheim.

Trainer Bob Vaessen ist mit allen Spielern sehr zufrieden: „Das waren wirklich gute Unterstützungen. Nach ein wenig mehr Eingewöhnungszeit blicke ich sehr positiv in die Zukunft“. Ärgerlich ist für die Mannschaft, dass zwischen den Spielen nun oft lange Pausen sind. „Das war auch letzte Saison bereits so. Regelmäßigere Spiele würden uns helfen, in einen Flow zu kommen“, so Vaessen. Bis zum nächsten Spiel in zwei Wochen hat der VC aber immerhin Zeit, um für mehr Stabilität in der Leistung zu sorgen.

Besser lief es für Verbandsliga-Konkurrent TV Mülfort-Bell – auch wenn der zweite Sieg im zweiten Saisonspiel beim Osterather TV hart erkämpft werden musste. Bereits nach einem frühen 5:9-Rückstand im ersten Satz nahm Mülfort-Coach Sven Anton die erste Auszeit der Partie. In der Folge wurde es dann direkt besser, sodass der erste Satz auch mit 25:23 knapp gewonnen werden konnte.

Im zweiten Satz bekamen die Mülforter aber erneut zu Beginn keinen Zugriff – und diesmal halfen auch die Auszeiten nicht. Der Satz ging am Ende mit 14:25 verloren. Auch im dritten Satz führte Osterath lange mit zwei beziehungsweise drei Punkten – bis zum Stand von 23:20 aus Sicht der Gastgeber. Doch dann drehten die Mülforter den Satz noch zu ihren Gunsten, konnten so in der Verlängerung das 27:25 erzielen und mit 2:1 in Sätzen in Führung gehen. Der TV Mülfort-Bell profitierte vom gedrehten Momentum und gewann am Ende auch Satz vier mit 25:19.

Ob der sehr schwankenden Leistungen beim Sieg in Osterath zog TV-Coach Sven Anton ein zwiegespaltenes Fazit: „Manchmal war das absolute Weltklasse und manchmal absolut schlecht“.

Trotz einer erneuten 2:3-Niederlage in der Damen-Verbandsliga war Thomas Palaszewski, Coach beim Mönchengladbacher TV 1848, mit der Leistung seiner Mannschaft gegen MTV Köln II sehr zufrieden. „Wir müssen uns keinen Vorwurf machen. Das war ein sehr ausgeglichenes und gutes Spiel.“

 Die Damen des TV 1848 sind mit zwei knappen Pleiten gestartet.

Die Damen des TV 1848 sind mit zwei knappen Pleiten gestartet.

Foto: Tom Ostermann

Lange sah es sogar danach aus, als könnte der TV 1848 das Heimspiel gegen die Domstädter für sich entscheiden. Nach einem 25:23 und einem deutlichen 25:15 führten die Gladbacherinnen bereits mit 2:0 in den Sätzen. „Wir haben kaum Fehler gemacht und sehr selbstbewusst gespielt. Leider hatten wir wahrscheinlich schon mental in den Köpfen das Spiel gewonnen“, sagt Palaszewski, dessen Team in der Folge durch individuelle Fehler deutlich mit 13:25 unterlag. Und auch der vierte Satz ging ganz knapp mit 23:25 verloren.

„Im fünften Satz konnten wir die gute Leistung aus den ersten zwei Sätzen nicht mehr abrufen und haben so am Ende verloren.“ 9:15 stand es am Ende des entscheidenden Satzes. „Obwohl wir das zweite Mal in Folge 2:3 verloren haben, konnten wir an diesem Wochenende eine viel bessere spielerische Leistung zeigen“, so der Coach abschließend.

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