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Volleyball: Damen des TV 1848 kämpfen in Verbandsliga um den Aufstieg

Volleyball : Mit Gelassenheit zum Erfolg

Thomas Palaszewski trainiert die Volleyball-Damen des TV 1848 bereits seit 27 Jahren. Nach langer Zeit kann nun wieder der Sprung in die Verbandsliga gelingen. Für den Coach ist die Nachhaltigkeit seiner Arbeit indes noch wichtiger.

Es war mehr als nur ein Satzgewinn, dieser 2:2-Ausgleich im Topspiel der Damen-Verbandsliga zwischen dem TuS Beeck und dem TV 1848. Denn Letzterer verlor die Partie zwar am Ende 2:3, doch immerhin bescherten die beiden gewonnen Sätze dem Spitzenreiter einen Punkt für die Tabelle – in der er damit auch den Angriff des Verfolgers Beeck abwehrte.

„Natürlich sind wir enttäuscht, dass wir das Spiel verloren haben, weil wir es uns mit zu vielen Fehlern selbst vermasselt haben. Doch letztlich überwiegt die Freude über einen Punkt, denn unsere Ausgangssituation ist gut“, sagt Trainer Thomas Palaszewski. Einen Zähler Vorsprung hat sein Team noch, zudem eine Partie weniger absolviert als Konkurrent Beeck. Aber auch die SG Aachen, die am Samstag in Mönchengladbach zu Gast ist, kann noch in das Aufstiegsrennen eingreifen. „Wir haben es in der eigenen Hand. Das ist eine Konstellation, die uns zufriedenstellt. Aber wir sind noch nicht satt“, sagt Palaszewski.

Doch so ehrgeizig die Mannschaft auch den Saisonendspurt angeht, so gelassen versucht sie zugleich weiterhin auf den Titelkampf zu blicken. Denn das Saisonziel war zunächst ein ganz anderes. „Wir wollten in der Liga bleiben, denn unser Kader ist bei zehn Spielerinnen nicht wirklich groß. Doch relativ schnell habe ich gemerkt, dass in dieser Saison mehr möglich ist“, sagt Palaszewski. Es zeigte sich, dass seine Mannschaft Umstellungen aufgrund personeller Probleme gut verkraftete, zudem kristallisierte sich keine Übermannschaft in der Liga heraus – diese war zeitweilig eher der TV 1848 selbst.

Die erfahrenen Swetlana Klytschnikow (l.) und Sarah Creischer versuchen am Netz, den Beecker Angriffsschlag zu blocken. Foto: nipko

Nach zwischenzeitlich sechs Siegen am Stück betrug der Vorsprung an der Tabellenspitze schon sieben Punkte. Durch zwei Niederlagen zuletzt wird es indes nochmals spannend. „Wir können ganz gelassen sein. Wenn wir den Vorsprung verteidigen, sind wir auch reif für die Verbandsliga – sonst wohl eher nicht“, sagt Palaszewski, dem die Nachhaltigkeit seiner Arbeit mehr bedeutet als der momentane Erfolg. „Ich möchte, dass die Perspektive, hier mit dem Verein im Ligabetrieb aktiv zu sein, langfristig bestehen bleibt. Deswegen ist es auch so wichtig, dass wir mit der Zweiten Mannschaft in der Bezirksliga einen guten Unterbau haben.“

Palaszewski beschäftigt sich schon sehr lange mit der Perspektive der Volleyball-Abteilung im TV 1848: Es ist mittlerweile seine 27. Saison am Stück als Damen-Trainer. Jahr für Jahr arbeitet er daran, eine schlagkräftige Mannschaft zusammenzustellen. Zwar verfügt er über einen Stamm von sechs, sieben Spielerinnen um Mannschaftsführerin Swetlana Klytschnikow, die bereits seit vielen Jahren zum Team zählen. Aber drumherum muss sich Palaszewski immer wieder mit den Themen Umbruch oder Neuaufbau beschäftigen. „Ich bin deswegen froh, dass ich einige Stammspielerinnen habe, auf die Verlass ist“, sagt er.

Doch auch die Spielerinnen wissen, was sie an ihrem Trainer haben. Palaszewski, der selbst Bundesligaspieler war und bereits höherklassige Teams trainierte, steht ebenso für Kontinuität und Verlässlichkeit. „Es hat in all den Jahren immer wieder gute Angebote gegeben. Doch mit Volleyball verdiene ich nicht meinen Lebensunterhalt. Deswegen muss ich an meiner Situation auch nichts ändern, solange ich Spaß an der Sache habe“, sagt Palaszewski. Die aktuelle Saison dürfte ihm auf jeden Fall viel Spaß machen, nach langer Zeit könnte wieder der Sprung in die Verbandsliga gelingen. „Die Mannschaft sollte sich selbst jetzt nur nicht zu viel Druck machen, es unbedingt schaffen zu müssen. Das hemmt letztlich nur“, sagt Palaszewski.