Viktoria Rheydt Ein Verein steht vor dem Aus

Fußball · Die Stadt möchte Viktoria Rheydt auf eine neue Anlage an der Preyerstraße umquartieren. Der Zeitpunkt des Umzugs ist jedoch offen. Da die Stadt aber zugleich nicht mehr in die alte Bezirkssportanlage Morr investiert, ist die Viktoria in der maroden Umgebung zunehmend in ihrer Existenz bedroht.

Die Vorstandsmitglieder des Vereins, Lukas Schabram, Christian Bläsen, Steffen Meuser, und Oliver Streyl (v.l.).

Die Vorstandsmitglieder des Vereins, Lukas Schabram, Christian Bläsen, Steffen Meuser, und Oliver Streyl (v.l.).

Foto: Daniel Brickwedde

Nicht weit entfernt kamen vor einem Monat die Stadtfunktionäre auf der Bezirkssportanlage Geneicken zusammen. Der Anlass war ein feierlicher: Die Anlage ist für den Verein SV 08 Rheydt unter anderem mit einem neuen Kunststoffspielfeld und einer LED-Flutlichtanlage modernisiert worden. Lukas Schabram, Geschäftsführer bei Viktoria Rheydt, schaut nicht missgünstig auf den Nachbarverein, etwas neidvoll aber doch. Denn einen Kunstrasenplatz hätten sie bei der Viktoria auch gerne, so wie ihn fast alle Bezirkssportplätze im Stadtgebiet inzwischen haben. Auf der städtischen Anlage Morr in Rheydt gibt es indes einen braun-roten Aschenplatz, mit etwas Grün in Nähe der Eckfahnen, wo die Natur beginnt, den Platz einzunehmen. Der eine oder andere Kreisfußballromantiker mag das „authentisch“ nennen, zeitgemäßes ist es jedoch nicht – und zunehmend existenzbedrohend für den Verein.