Fußball : Viel Bewegung beim Rheydter SV

Der Landesligist ist finanziell entlastet und sportlich breiter aufgestellt. Zudem stehen Veränderungen im Vorstand an.

Der Rheydter Spielverein bewegt sich. Und zwar recht früh und erfolgreich, obwohl die Saison nicht einmal richtig begonnen hat. Bereits am Montag bat Trainer Dieter Rütten zum ersten Training und Schatzmeister Daniel Imdahl konnte erfreut mitteilen, dass das Finanzamt eine erhebliche Nachzahlung wieder zurücküberweisen musste.

Noch vor wenigen Wochen hatte das Finanzamt den Traditionsverein mit der fast fünfstelligen Nachzahlung in arge Verlegenheit gebracht. Imdahl zahlte, ließ die Forderung aber durch das Steuerberatungsbüro Roland Becker nachprüfen. Man legte Widerspruch ein, weil nachgewiesen werden konnte, dass der Spielverein seine Steuern richtig abgerechnet hatte. "Das hat uns richtig gut getan. Wir haben erstmals nun vor dem Saisonstart einen Etat, der abgesichert ist und mit dem wir problemlos über die Runden kommen werden", sagt Imdahl stolz.

Darüber hinaus werden sich in den kommenden Wochen erhebliche Veränderungen im Vorstandsbereich ergeben. Nach dem Rückzug des Vorsitzenden Suleyman Baybuga soll noch vor dem Saisonstart ein Nachfolger bekannt gegeben werden. Auf jeden Fall wird Ulrike Bröker Karin Schidlowski als Geschäftsführerin ablösen. Jakob Banashik soll Fußballobmann werden. Ralf Hoppenkamps wird sich um die Außendarstellung des RSV bei öffentlichen Veranstaltungen kümmern. "Wir sind damit breiter aufgestellt und werden sicher auch erfolgreicher arbeiten können", glaubt Daniel Imdahl.

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Ob das auch dem Landesliga-Kader gelingen wird? Fleiß ist auf jeden Fall vorhanden, denn beim ersten frühen Training war die Stimmung schon sehr gut, obwohl die ersten Lauf- und Spielübungen länger mehr Zeit erforderten als ursprünglich geplant. "Langsamkeit der Spieler war dafür aber nicht die Ursache. Es hat einfach Spaß gemacht und es wurde viel gelacht. Zudem mussten die Neuen ja auch noch vorgestellt werden. Da sind ja einige Akteure neu bei uns", sagt Dieter Rütten. Er will seine Spieler nicht nur auf Trapp bringen, nein, sie sollen dabei auch möglichst schnell werden: "Das wird die Grundlage sein, um in dieser schweren Gruppe bestehen zu können."

Dazu will er den neu zusammengesetzten Kader durch spezielle Spielformen möglichst schnell zu einer geschlossenen Einheit machen. Axel Malchow, der seinen 60. Geburtstag feierte und dann in Urlaub fuhr, wird dem Landesligakader weiter beratend zur Seite stehen und in den kommenden Wochen vielleicht doch noch den einen oder anderen Neuzugang präsentieren können. "Zunächst sieht es ordentlich aus. Wir werden uns in den kommenden Wochen bemühen, die Basis zu schaffen, um die Klasse ein weiteres Jahr zu halten", hält sich Trainer Dieter Rütten mit allzu euphorischen Prognosen allerdings zurück.

(zeit)