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Fußball: Verbandstag: Sonntag tritt Walter Hützen nach 24 Jahren ab

Fußball : Verbandstag: Sonntag tritt Walter Hützen nach 24 Jahren ab

Am Sonntag ist das Schauspielhaus in Rheydt zumindest für ein paar Stunden der Nabel der niederrheinischen Fußballszene. Denn ab 10 Uhr ist dort der Verbandstag des Fußballverbandes Niederrhein. Damit schließt sich dort, wo sonst Mimen ihrer Profession nachgehen, für einen Menschen ein Kreis, der hier zu Hause ist.

Nach 24 Jahren an der Verbandspitze tritt der Mönchengladbacher Walter Hützen als Vorsitzender ab. Damit macht er, nach eigener Aussage, den Platz für einen jüngeren Nachfolger frei. Glaubt man dem, was derzeit überall zu vernehmen ist, gilt Peter Frymuth, derzeit Vorsitzender des Jugendausschusses im Verband und Präsident bei Fortuna Düsseldorf, als aussichtsreichster Kandidat.

Mit Hützen tritt der dienstälteste Verbandspräsident des gesamten Deutschen Fußball-Bundes ab. Rechnet man die Zeit seines Wirkens auf Kreisebene hinzu, so kommen mehr als 50 Jahre im Dienste des Fußballs zusammen. Das Wirken des Rechtsanwaltes war auch auf Verbandsebene keinesfalls erschöpft. 2001 wurde er auch in das Präsidium des DFB gewählt. Es darf also in diesem Fall also vom Ende einer Ära gesprochen werden.

Die Wahl des neuen Vorstandes dürfte auch im Mittelpunkt des Kreistages stehen, zu dem 223 stimmberechtigte Delegierte und etwa 100 geladene Gäste erwartet werden. Lediglich ein Antrag auf eine Satzungsänderung taucht in der Tagesordnung auf. Dabei geht es um den Paragrafen, der die Zusammensetzung des Vorstandes regelt. Sollte es sonst Anlass zu Aussprachen geben, so dürften noch am ehesten die inzwischen eingeleitete Reform des Ligensystems oder die Reform der Kreise am Niederrhein, die vor zwei Jahren vorerst gescheitert ist, Gegenstand von Diskussionen sein. Auf jeden Fall darf davon ausgegangen werden, dass die Versammlung Walter Hützen einen würdigen Abschied bereiten wird. Dem Mann, dessen Verantwortung im Sport vor mehr als einem halben Jahrhundert beim TuS Wickrath begann und die mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande im April einen zumindest vorläufigen Höhepunkt fand. Ein gefragter Ansprechpartner wird Hützen bleiben.

(kpn)