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Handball: TVK macht zehn Tore Rückstand noch wett

Handball : TVK macht zehn Tore Rückstand noch wett

Der Handball-Regionalligist erkämpfte bei der HSG Krefeld ein 21:21. Trainer Ronny Rogawska lobte die Einstellung seiner Mannschaft.

Als Gegner auf Augenhöhe hatte Korschenbroichs Trainer Ronny Rogawska die HSG Krefeld im Vorfeld der Partie eingestuft — während der Partie zeigte sich: Er behielt mit seiner Einschätzung Recht. Über ein 21:21 kam der TV Korschenbroich in Krefeld nämlich nicht hinaus.

Und dennoch war Rogawska zufrieden mit seiner Mannschaft und insbesondere mit ihrer Moral. Schließlich war Krefeld die Mannschaft, die im Spiel den Ton angab und dauerhaft in Führung lag. "Das hatten wir uns natürlich anders vorgestellt, aber positiv ist, dass die Jungs die ganze Zeit an die Sache geglaubt haben. Dafür kann ich die Mannschaft nur loben", sagte Rogawska im Anschluss.

An die Sache geglaubt hat der TVK auch dann noch, als er rund zehn Minuten vor Ende der Partie mit zehn Treffern hinten lag. "Dass man dann noch einmal ran kommt, ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit, vor allem gegen einen Gegner wie Krefeld und in einer Halle, die voll ist mit gegnerischen Fans", zeigte sich Rogawska zufrieden. Dass es aber überhaupt so weit kam, dass sich der Gastgeber mit zehn Toren Vorsprung absetzten konnte, sah Korschenbroichs Trainer im eigenen Angriffsspiel. Dort passierte nämlich zu wenig. Zu statisch agierten die Korschenbroicher und konnten dadurch nur wenig Tempo aufbauen. Den Gästen gelang es nicht, den Gegner mit schnellen offensiven Aktionen zu überraschen.

Erschwert wurde dies aber vor allem durch eine kompakt stehende und gut deckende Krefelder Abwehr, auf die der TV Korschenbroich keine passende Lösung fand. So konnten zahlreiche Offensivaktionen nicht in Tore umgemünzt werden. "Wenn man in Krefeld zwei Punkte holen will, darf das nicht passieren. Da sind die liegengelassenen Chancen für den Ausgang des Spiels nun mal ausschlaggebend", sagte Rogawska, der in Zukunft gern ein Spiel seiner Mannschaft verfolgen würde, in dem alles zusammen passt, sowohl die Abwehrarbeit als auch das Offensivspiel — und das über 60 Minuten hinweg.

Denn auch das gelang am Wochenende nicht. "Wir waren immer nur teilweise gut, entweder in der Abwehr oder im Angriff", sagte der Korschenbroicher Coach. Zufrieden stimmt Rogawska neben dem unbedingten Willen seiner Mannschaft, aber auch die Einstellung gegenüber dem Gegner, der nach dem Punktgewinn weiter auf dem 14. Tabellenplatz steht. "Den Gegner haben die Jungs trotz des Tabellenplatzes keineswegs unterschätzt. Wir wussten, dass Krefeld eine gute Mannschaft hat und sind dadurch mit dem nötigen Ernst in das Spiel gegangen", sagte Rogawska. Den nötigen Ernst hatte der Trainer aber schließlich im Vorfeld auch verlangt, als er Krefeld als Gegner auf Augenhöhe einstufte.

(rost)