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Handball: TVK: Heimdebüt für Trainer Ilper

Handball : TVK: Heimdebüt für Trainer Ilper

Er hat sich nichts besonderes vorgenommen, auch wenn er zum ersten Mal seit Ewigkeiten ein Handballspiel in der Waldsporthalle von der Seite verfolgen wird. "Es spielen die Jungs", sagt Jörn Ilper.

Die Jungs, das sind die, zu denen er nicht mehr gehört. Er ist jetzt ihr Chef beim TV Korschenbroich. Ilper war Spieler, jetzt ist er verantwortlich für das, was seine Akteure heute Abend beim ersten Heimspiel der Zweitliga-Saison gegen den TV Emsdetten so hinbekommen. Es ist Ilpers Heimdebüt als Trainer, nachdem sein Saisondebüt in der Vorwoche in Erlangen bereits verloren ging. "Ich werde versuchen, meine Sicht ins Spiel einfliessen zu lassen, und hoffe, dass es hilft", sagt Ilper. Er mimt nicht den autoritären Chef.

Emsdetten ist Aufstiegskandidat

Sein TVK ist allerdings weit davon entfernt, gegen den stark besetzten Gegner als Favorit einzulaufen. Emsdetten wurde in der Vorsaison Dritter in der Nordstaffel und gehört für Ilper in den Kreis "der fünf bis sechs Mannschaften, die um die drei Aufstiegsplätze spielen". Die Westfalen haben sich massiv verstärkt. Torwart Vitali Feshchanka kam aus Dormagen.

Der Linkshänder Janko Bozovic im halbrechten Rückraum gesetzt — und zwar in der österreichischen Nationalmannschaft. Vor dem 2,04-Meter-Hünen hat Ilper Respekt: "Wir haben ihn in Weiden beim Turnier gesehen." Da fällt es nicht so sehr ins Gewicht, dass Linkshänder Andrej Kurchev sowie Achim Cordes ausfallen. Dass Torjäger Elvir Selmanovic wirklich ausfällt, hält Ilper für eine Finte. "Aber auch ohne ihn ist das eine unglaublich spielstarke Mannschaft, die die Qualität zur Ersten Liga hat", lobt Ilper. "Das ist eine überragende Truppe. Wir aber auch."

Nur hat seine Mannschaft am vergangenen Wochenende in den wichtigen Momenten zu oft vergessen, das Tor zu treffen. Vier Siebenmeter und zwei Tempogegenstöße bargen Siegchancen genug. So geht es nun gegen Emsdetten darum, den kompletten Fehlstart mit zwei Niederlagen zu vermeiden.

"Wir entwickeln uns noch weiter", verspricht Ilper, der stets betont, wie körperlich fit seine Mannschaft sei und bislang von Verletzungen verschont wurde. "Das Spielerische verinnerlichen sie mehr und mehr. Die Umstrukturierungen erfordern eben, dass wir uns in der Saison noch weiterentwickeln. Aber wir sind jetzt bereits weiter als ich erwartet habe."

Die Umstrukturierung beschränkt sich vor allem auf die halbrechte Position, wo Pasqual Tovornik Top-Torjäger David Breuer ersetzt. Im Pokal ging es richtig gut, in der Liga noch nicht.

(angr)