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Handball: TVK feiert ersten Auswärtserfolg

Handball : TVK feiert ersten Auswärtserfolg

Korschenbroich gewinnt 31:29 in Bielefeld und muss an Siebenmetern arbeiten.

West Nicolai Zidorn nahm sich beim Stand von 27:24 den Ball und machte sich auf den Weg. Auf den Weg zum insgesamt siebten Siebenmeter für den TV Korschenbroich beim Gastauftritt in Bielefeld. Er verwarf – und befand sich in bester Gesellschaft. Auch Marcel Görden, Christoph Gelbke und Christian Rommelfanger scheiterten zuvor. Nur drei Tore resultierten aus den Siebenmeter-Würfen. Zu wenige, aber es war der einzige Kritikpunkt von Trainer Ronny Rogawska beim 31:29-Sieg. "Wir haben sehr diszipliniert in der Abwehr gespielt und im Angriff eine gute Leistung gezeigt", sagte der Däne.

Denn für fünf Tore, die der TVK im vorletzten Auswärtsspiel beim OHV Aurich im kompletten ersten Durchgang erzielte, brauchte die Rogawska-Mannschaft in Bielefeld diesmal nur 13 Minuten. Und damit gab man sich noch lange nicht zufrieden. Das zuletzt ideenlos wirkende "gebundene Angriffsspiel" (Rogawska) funktionierte gegen die Ostwestfalen sehr ordentlich. Eng war es trotzdem über weite Strecken, weil sich die Hausherren mit aller Macht gegen die spielstarken Korschenbroicher wehrten. Den 4:6-Rückstand nach zwölf Minuten drehte der TVK nur wenige Zeit später zur 7:6-Führung. Eine Führung, die Bielefeld im gesamten Spiel nicht mehr zu einer Führung umzubiegen vermochte.

Angeführt von einem groß aufspielenden Christoph Gelbke setzten sich die Korschenbroicher zur Pause mit 16:13 ab. "Die Tendenz bei Christoph ist steigend. Er ist richtig in Schwung gekommen", lobte ihn sein Trainer.

Der Schwung des TVK ließ Mitte der zweiten Hälfte jedoch etwas nach, Bielefeld kam zum 23:23-Ausgleich. "Aber meine Jungs sind ruhig geblieben, haben sich nicht aus dem Konzept bringen lassen", sagte Rogawska. Im Gegenteil. Mit einem "Zauberding" (Rogawska) - er meinte eine sehr ansehnliche Kombination, die zum Torerfolg führte - zum 24:23 zogen die Korschenbroicher den Gastgebern den Zahn. Bielefeld zeigte sich beeindruckt und so war es beim Stand von 27:24 auch nicht weiter tragisch, dass Zidorn seinen Siebenmeter verwarf. "Jetzt wollen wir einen Lauf starten", kündigte Rogawska an.

(rüb)