1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach
  4. Sport

Handball: TVK: Aufatmen und aufrüsten

Handball : TVK: Aufatmen und aufrüsten

Sportliche Lebenszeichen aus dem Handballdorf: Der TV Korschenbroich gewinnt dank eines starken Simon Breuer gegen Schwerin verdient 33:28. Jetzt soll noch ein dritter Neuer kommen, und zwar für den Rückraum.

Bundesliga Er trug sein neues Trikot nur für etwa vier Sekunden. Für ein Foto im TV-Korschenbroich-Poesie-Album. Benjamin Göller ist da. Der zweite Zugang des TVK in der laufenden Saison war aber an seinem ersten Arbeitswochenende in der Waldsporthalle nicht spielberechtigt. An ihm lag es also nicht, dass der TVK 33:28 gegen den SV Post Schwerin gewann. Es war ein verdienter Sieg, und ein ganz wichtiger dazu. "Jetzt sind wir wieder in der Verlosung", sagte Aufsichtsratschef Heijo Hauser. Und das soll noch besser werden. Bald soll noch ein Rückraumspieler den TVK verstärken — der dritte Zugang. Offenbar hat Korschenbroich eingesehen, dass es ohne weitere Verstärkungen in der schwierigen Liga nicht geht. Und offenbar ist in Korschenbroich, vor Saisonbeginn sehr sparsam, irgendwo Geld gefunden worden.

Den Nerv getroffen

Gegen Schwerin hat sich aber eine gewisse Entwicklung des TVK bereits bemerkbar gemacht. Waren fünf Tore Vorsprung zu Saisonbeginn ein erstes Anzeichen einer drohenden Niederlage, gab Korschenbroich diese Führung diesmal nicht ab. Zwar war Schwerin ersatzgeschwächt recht harmlos, doch das lag auch an den Korschenbroichern. Ihre Abwehr nämlich variierte permanent ihre Formation: von einer offenen Manndeckung zu Beginn über einen 6-0-Riegel, der nicht so gut funktionierte, zu einem 4-2-System, das das Spiel der Gäste an seinem Nerv traf. "Wir hatten uns auf alles vorbereitet", sagte Gäste-Trainer Christian Prokop. Nur nicht mit Erfolg.

Korschenbroich machte aus dem 2:4 ein 9:7 und lag zur Pause 19:17 vorne, weil Marcel Görden einen Siebenmeter nach Ablauf der 30 Minuten verwandelte. Schwerins Bester, Torwart Robert Wetzel, hielt zwar sehr gut. Aber der TVK spielte zu konzentriert und nutzte die meisten seiner Möglichkeiten. "Wir müssen unsere Fehler geringer halten als der Gegner, um eine Chance zu haben", sagte Trainer Jörn Ilper, der erneut mitspielte, um Florian Korte zu entlasten. Und das war diesmal der Fall. Während Schwerin insgesamt 14 Mal den Ball an den TVK weiterreichte, zog der starke Simon Breuer ein kluges Angriffsspiel auf. Er setzte seine Kreisläufer und seine Nebenleute Korte, Fuchs und Tovornik gut in Szene, oder er traf selbst. "Die drei haben im Training einen Sprung gemacht. Das brauchen wir", sagte Ilper. "Ich bin zufrieden, aber nicht euphorisch. Wir brauchen mehr variable Möglichkeiten." Beim 29:22 war das Spiel entschieden.

Phillip Liesebach war der einzige Neue, der gegen Schwerin debütierte. An ihm hat es auch (noch) nicht gelegen. Er spielte fünf Minuten.

(RP)