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Lokalsport: TuS Wickrath wird Vierter bei Heim-DM

Lokalsport : TuS Wickrath wird Vierter bei Heim-DM

Die U 16-Faustballer verlieren das Spiel um Bronze, der Klub überzeugt aber als Gastgeber der nationalen Titelkämpfe.

Für den großen Wurf hat es nicht gereicht. Die männliche U 16 des TuS Wickrath konnte sich den Traum von der Deutschen Meisterschaft in eigener Halle nicht erfüllen, letztlich blieb für den Ausrichter nur der undankbare vierte Platz. Mit einem 6:11, 1:11 hatte Wickrath das Halbfinale gegen den TV Vaihingen/Enz verloren, kurz darauf gab es im kleinen Finale ein 8:11, 7:11 gegen den NLV Vaihingen.

"Mit dem Einzug ins Halbfinale haben wir unser Mindestziel erreicht. Ab jetzt ist alles möglich, aber es wird auch das nötige Quäntchen Glück dazugehören", sagte TuS-Trainer Alexander Kummer, der das Team mit Lutz Schaper betreut. Dieses Quäntchen Glück fehlte der Mannschaft, die bereits mit einer ordentlichen Portion Nervosität in das Endrunden-Turnier eingestiegen war. Nach einem Unentschieden gegen den TV Brettdorf und einer Niederlage gegen Vaihingen stand Wickrath in der Gruppenphase gleich unter Druck.

"Leider gab es keinen echten Heimvorteil, weil wir ansonsten nicht an der Espenstraße trainieren und spielen. Und es ist eben schon etwas Besonderes, wenn man vor dem eigenen Publikum spielt", sagte Kummer. Die U 16 meisterte jedoch die Prüfung und sicherte sich mit zwei 2:0-Siegen noch den zweiten Gruppenplatz. Und im folgenden Qualifizierungsspiel um das Halbfinale zeigte der TuS beim 2:0 gegen den TV Waibstadt gar seine beste Turnierleistung. Es sollte jedoch der letzte Sieg bleiben.

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Im sportlichen Bereich hatte sich der TuS damit ein wenig mehr erhofft, als Gastgeber konnte er indes rundherum zufrieden sein. "Die Resonanz der anderen Vereine, die zum Teil sehr viel Erfahrung in der Ausrichtung solcher Meisterschaften haben, war sehr positiv. Das gibt uns natürlich ein gutes Gefühl", sagte Wickraths Faustballwart Sebastian Leppert. Sein Klub hatte sich allerdings auch ins Zeug gelegt und versucht, seinen Gästen über die Vorgaben des Verbandes hinaus einen guten Service zu bieten. So gab es eine bunte Beflaggung in der Halle sowie einen großen Fernseher im Foyer, auf dem die Spiele übertragen wurden. Zudem wurde der TuS von einigen umliegenden Vereinen unterstützt, so dass 40 Personen an der Organisation beteiligt waren.

"Ich denke, dass wir für Hallen-Meisterschaften nun gut aufgestellt sind. Wir haben eine Norddeutsche und eine Deutsche Meisterschaft ausgerichtet", erinnerte Leppert. "Der nächste Schritt wäre, eine Deutsche Meisterschaft auf dem Feld durchzuführen, wobei wir dann von 40 Mannschaften und wohl dem Grenzlandstadion als Wettkampfort sprechen. Das wollen wir im Verlauf der kommenden fünf Jahre angehen", sagte Leppert.

(togr)