Fußball: Trotz Nullnummer Optimismus beim RSV

Fußball: Trotz Nullnummer Optimismus beim RSV

Das 0:0 im Landesliga-Kellerderby zwischen Rheydter SV und Richrath brachte nur wenig an fußballerischen Leckerbissen, aber immerhin konnte sich der "Spö" mit diesem einen Punkt von einem Abstiegsplatz lösen. Nach einem flotten Beginn mit einem Pfostenschuss von Ali Kamara und einer weiteren guten Chance von Michel Anthony verflachte die Nachholpartie am Mittwochabend immer mehr.

"Das ist mehr als gar nichts und hilft uns psychologisch ein wenig für das Derby am Sonntag gegen den 1. FC Mönchengladbach", hofft RSV-Trainer Damir Knezovic. Doch die dringend erforderlichen Punkte, um sich aus der Abstiegszone deutlich zu entfernen, wird der Spielverein nicht ohne Kampf vom Nachbarn erhalten. Denn der 1. FC möchte noch bei der Titelvergabe ein Wörtchen mitreden. Damit steckt im Derby der beiden Traditionsvereine schon ein gewisser sportlicher Zündstoff, Druck ist auf beiden Seiten vorhanden.

"Das wird ein hartes Stück Arbeit", ist FC-Trainer Frank Mitschkowski sicher, der den RSV gegen Richrath noch einmal beobachtete. Denn er war erstaunt darüber, wie gut sich Rheydt verkauft hat: "Das verdient Anerkennung und muss uns eine Warnung sein." Unterstützung bekommt er von Abwehrorganisator Björn Line von de Berg: "Wir hatten schon im Hinspiel mit dem "Spö" Mühe. Wir müssen endlich die Chancen nutzen und die Laufbereitschaft erhöhen, dann brauchen wir uns keine Sorgen zu machen." Neben Björn Line von de Berg stehen noch vier weitere Kicker in den Reihen des FC, die beim Spielverein das Fußballspielen gelernt haben: Tobias Busch, Akin Uslucan, Fabio Ribeiro und Sercan Salgin. Die hätte sicherlich gerne RSV-Trainer Damit Knezovic jetzt in seinem Kader. Er klagte schon vor Monaten: "Uns fehlen junge Spieler aus den eigenen Reihen. Da müssen wir wieder hinkommen."

Allerdings dürfte das zunächst Zukunftsmusik sein. Der RSV-Trainer ist im Moment froh, wenn er überhaupt eine Mannschaft zusammen bekommt. Inzwischen muss er sich selbst umziehen, um notfalls noch eingreifen zu können: "Gegen den FC muss ich wohl ran. Wir haben einfach zu viele Verletzte, die auch nicht so schnell wieder einsatzfähig sein werden." Dazu gehört auch Ali Salgin, der bis zur vorigen Saison noch beim 1. FC gespielt hat. Er kann frühestens in einer Woche wieder mit dem Lauftraining beginnen. Noch schlimmer hat es einen zweiten Ex-FC-Kicker erwischt: Engin Ayvaz. Er hat sich wohl einen Kreuzbandriss zugezogen, so dass für ihn die Saison gelaufen ist. Dennoch ist Ali Salgin optimistisch: "In einem Derby ist immer alles drin. Also auch ein Sieg für uns."

(RP)