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Trabrennen Mönchengladbach: Rob de Vlieger gewinnt mit Generel Lee den Großen Preis der Stadt Mönchengladach

Trabrennen Mönchengladbach : Der Große Preis geht an „General Lee“

Im Finale der wichtigsten Veranstaltung für den Trabrennverein Mönchengladbach ist das Pferd von Rob de Vlieger nicht zu schlagen. Lokalmatador Michael Nimczyk fehlt im Finale.

Ohne Zuschauer, dafür aber mit hochkarätiger Besetzung fand am Sonntag der Große Preis der Stadt Mönchengladbach auf der Trabrennbahn an der Niersbrücke statt. Für den Trabrennverein Mönchengladbach der wichtigste Renntag des Jahres. Insgesamt elf Rennen standen auf dem Programm, der Höhepunkt war der mit 10.000 Euro dotierte Große Preis. Der gesamte Renntag wurde für Sportwetter, teilweise sogar in den USA und in Kanada, im Internet übertragen und kommentiert.

Das 2018 erneuerte Geläuf bot trotz des nächtlichen Regens insgesamt gute Bedingungen für die Starter. „Dadurch, dass es nachts stark geregnet hat, ist die Bahn relativ weich und die Rennen sind etwas langsamer als auf trockenem Boden. Trotzdem ist die Bahn insgesamt gut befahrbar“, erklärte Elmar Eßer, der Veranstalter des Renntages.

Das Starterfeld, für das sich die Gespanne in zwei Vorläufen qualifizieren mussten, setzte sich sowohl aus Fahrern aus dem Ausland als auch aus ganz Deutschland zusammen.

Indes nicht für den Finallauf qualifiziert war Lokalmatador Michael Nimczyk. Das Pferd des mehrfachen deutschen Meisters sprang im Vorlauf und war daher disqualifiziert worden.

Die Platzierungen in den Vorläufen entschieden über die Position im Finallauf. Dementsprechend gingen „Fuggedaboutit“ mit Tom Kooyman und „General Lee“ mit Fahrer Rob de Vlieger als Favoriten in das Final-Rennen. Vorjahressieger Robbin Bot trat mit „Banker Transs R“ von Position drei an.

Direkt nach dem Start legte das Starterfeld ein gutes Tempo vor. Auf der vorletzten Gerade begann dann der Kampf um die Plätze. „General Lee“ mit Rob de Vlieger zog das Tempo an, sodass er neben „Fuggedaboutit“ und Tom Kooyman als Führender aus der letzten Kurve kam. Auf den letzten Metern musste „Fuggedaboutit“ dann aber Federn lassen, „Cirrus Atout“ mit Altmeister Henk Grift nutzte die Chance und überholte das Gespann, das mit der Startnummer eins ins Rennen gegangen war. An „General Lee“ kam „Cirrus Atout“ aber nicht mehr vorbei und musste dem Pferd von Fahrer Rob de Vlieger, das als erster das Ziel erreichten, den Vortritt lassen.

Nach dem Rennen zeigte sich de Vlieger zufrieden: „Es ist besser verlaufen als erhofft. Ich hatte diese Saison bisher ein bisschen Pech, diesen Preis zu gewinnen ist deshalb sehr schön. Ich bin selber Züchter des Pferdes, das macht das Ganze noch einmal schöner.“ Dass der Sieger über die gesamte Strecke vorne gefahren ist, zeigt, wie wichtig die Vorläufe tatsächlich waren. „Ich sage immer: Von vorne werden die Preise verteilt. General Lee war nach dem Vorlauf noch frisch, das könnte ein Vorteil gewesen sein“, erklärte der Niederländer. An das Fehlen der Zuschauer habe man sich mittlerweile gewöhnen müssen, sagt de Vlieger, die Pferde würden den Unterschied aber ohnehin nicht spüren.

Veranstalter Elmar Eßer war nach dem letzten Rennen trotz der fehlenden Zuschauer zufrieden mit dem Tag: „So einen Renntag zu organisieren ist natürlich etwas stressig, darum bin ich zufrieden und glücklich, dass alles wie geplant funktioniert hat.“

Auch aus der Sicht des Siegers war es ein gelungener Tag: „Der Große Preis von Mönchengladbach ist ein Highlight. Wem dieses Rennen keinen Spaß macht, der hat vielleicht den falschen Beruf ausgewählt“, sagte de Vlieger schmunzelnd.

Die Planungen für den Großen Preis von Mönchengladbach im nächsten Jahr laufen indes schon. Aktuell ist der Renntag für den Sommer 2021 geplant. Klar ist allerdings auch, dass zunächst die Entwicklungen der Corona-Pandemie abzuwarten sind.

Für ein weihnachtliches Ende des diesjährigen Großen Preises sorgte ein geschmückter Wagen, der die Trabrennbahn nach Anbruch der Dunkelheit noch einmal erhellte. Die Online-Zuschauer dürfte es gefreut haben.