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Trabrennen: Der erste Renntag in Gladbach nach dem Hülskath-Drama

Trabrennen : Neun Rennen nach dem Schock

Nach Roland Hülskaths Herzinfarkt am Sonntag steht am kommenden Samstag an der Niersbrücke nun der nächste Renntag mit insgesamt neun Rennen an.

Elmar Eßer hat noch nicht mit Roland Hülskath gesprochen. Der Trabrennfahrer, der am Sonntag beim Renntag an der Gladbacher Niersbrücke im Sulky einen Herzinfarkt erlitt und dann aus dem Wagen stürzte, liegt noch auf der Intensivstation. „Aber Roland ist nach seiner Operation, bei der ihm Stands gesetzt wurden, stabil und hat auch bei dem Sturz wohl nichts abbekommen. Er scheint auf einem guten Weg zu sein. Wir hoffen, dass wir ihn bald wieder bei uns haben“, sagte der Vorsitzende des Gladbacher Rennvereins.

„Natürlich mussten wir alle dieses Erlebnis erst mal verarbeiten. Was ich an Positivem mitnehme: Unsere Helfer haben in der Notsituation toll funktioniert und alles richtig gemacht, sodass Schlimmeres verhindert wurde“, sagte Esser. Nun steht am kommenden Samstag der erste Renntag nach dem Schock an. Nach dem Drama um Hülskath wurde die Veranstaltung am Sonntag abgebrochen, das hatte Eßer mit den Fahrern so besprochen. Einige der Pferde, die Sonntag nicht mehr starten konnten, sind nun beim anstehenden Renntag dabei. Neun Rennen gibt es am Samstag ab 15 Uhr.

„So schwer es fällt: Wir müssen zum Alltag zurückkehren und versuchen, halbwegs Renn-Normalität reinzubringen“, sagte Esser. Am Sonntag werden, wie vor einer Woche, wieder Zuschauer dabei sein. 300 sind erlaubt, 160 waren da. „Damit waren wir sehr zufrieden, man darf ja nicht vergessen, dass es keine Wetten gibt. Es gab auch überhaupt keine Probleme auf den Tribünen. So soll es auch dieses Mal sein“, sagte Esser im Gespräch mit unserer Redaktion. Einen Schockmoment wie zuletzt „möchte aber niemand mehr erleben“.

Dass auch die Fahrer die Szenen nicht komplett vergessen haben, ist anzunehmen. „Aber wir sind Profis genug, um den Blick nach vorne zu richten, zumal wir wissen, dass es es Roland Hülskath besser geht“, hatte Dauer-Champion Michael Nimczyk unserer Redaktion gesagt. Unter anderem gibt es ein Rennen, das Jupp Pellander gewidmet ist, der am Montag 70 Jahre alt geworden ist.  Honesty Newport sollte nach vielen guten Platzierungen mal wieder zu einem Sieg kommen in der Hand von Nimczyk.