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Tischtennis: Zhiqiang Cheng führt TuS Wickrath im Aufstiegsrennen an

Tischtennis : Mit langjähriger Nummer eins in das Aufstiegsrennen

Der TuS Wickrath steht in der NRW-Liga vor einem richtungweisenden Spiel. Um noch ganz oben anzugreifen, muss gegen Hennef gewonnen werden. Auf seinen Topspieler kann sich Wickrath verlassen.

Schon in der vierten Saison in Folge ist ein Spieler als Nummer eins der Herrenmannschaft beim TuS Wickrath nicht wegzudenken: Zhiqiang Cheng (46). Der gebürtige Chinese, der die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, hat einen gewichtigen Anteil daran, dass den Wickrathern vor zwei Jahren der Sprung in die NRW-Liga gelang und eine Rückkehr in die sechsthöchste deutsche Spielklasse möglich erscheint.

Cheng kam 1998 nach Deutschland, um hier mit Tischtennis Geld zu verdienen. Als 23-Jähriger begann er im Kreis Mönchengladbach bei den Naturfreunden Rheydt, dem damaligen Regionalligisten. Während er in China zwei Trainingseinheiten pro Tag absolvierte, gab es in Rheydt keine straff organisierten Einheiten. Über die Stationen Bayer Uerdingen, TG Neuss, BR Schaephuysen, ASV Wuppertal und DJK Holzbüttgen ist Cheng in Wickrath gelandet. Bis zur Zweiten Bundesliga hat es Cheng geschafft, für eine Profi-Karriere reichte es indes nicht. Doch mit Tischtennis Geld zu verdienen, steht schon lange nicht mehr im Vordergrund.

„Der Spaß am Sport und mit einer tollen Truppe zu spielen, sind mir wichtiger“, sagt Cheng. „Wickrath ist ein sehr netter Verein, hier habe mich von Beginn an wohl gefühlt.“ Mit einer 22:4-Bilanz ist er aktuell der zweitbeste Spieler der Verbandsliga. Nach dem Spiel gegen den TTC DJK Hennef, das am Samstagabend (18.30 Uhr) stattfindet, wird für den TuS Wickrath in jedem Fall eine Vorentscheidung gefallen sein. Gewinnt Wickrath gegen den Tabellenführer der Verbandsliga, dürfte mindestens Rang zwei gesichert sein. Bei einem weiteren Ausrutscher von Hennef wäre dann sogar noch die Meisterschaft möglich. Verliert dagegen der TuS, wäre das Thema erledigt. Dann muss Wickrath zusehen, dass wenigstens der Abstand zu Verfolger ESV BR Bonn gewahrt bleibt.

„In der Hinrunde haben wir nach gutem Beginn verloren“, sagt TuS-Abteilungsleiter Hubert Radermacher. „Das wollen wir jetzt besser machen. Wir wollen den Abstand auf Hennef verkürzen.“ Und Zhiqiang Cheng möchte seine Leistung aus der Hinrunde bestätigen und damit seine Mannschaft zum Sieg führen. In Hennef gewann er jeweils gegen Marco Vester und Matthias Hüttemann.