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Tischtennis-Regionalliga: Daniel Halcour beißt für den ASV Süchteln die Zähne zusammen

Tischtennis-Akteur spielte mit Sehnenentzündung : Daniel Halcour beißt für den ASV Süchteln die Zähne zusammen

Der Top-Spieler des ASV Süchteln, Daniel Halcour, ging trotz einer Sehnenentzündung an die Platte – belohnt wurde der Einsatz mit einem Sieg über Jüchen. In der Oberliga untermauert der TTC Waldniel seine Aufstiegsambitionen.

Eine Sehnenentzündung im rechten Handgelenk, nichts Gravierendes, nur mit der Hand solle Daniel Halcour nicht so viel machen und sie am besten schonen: Das war die Diagnose, die Halcour vor dem Wochenende von seinem Arzt erhalten hat. Nun ist es schwer, „nicht so viel mit der Hand zu machen“, wenn man Tischtennisspieler ist und obendrein den Ehrgeiz von Halcour besitzt. „Ich wollte unbedingt spielen, vor allem am Samstag gegen Jülich“, erzählt der an Nummer eins gesetzte Spieler des Regionalligisten ASV Süchteln. „Also habe ich es ausprobiert und konnte mit Schmerzmitteln zum Glück mitmachen.“

Gegen den TTC indeland Jülich II ging Halcour mit seinem Partner Matas Skucas im ersten Doppel dann mal direkt über fünf Sätze – mit dem besseren Ende für die ASV-Akteure. Seine beiden Einzelspiele gewann der lädierte Halcour dann nach jeweils vier Sätzen. Mit den weiteren Einzel-Siegen von Matas Skucas, Axel Fischer und Balazs Hutter reichte es am Ende zu einem knappen 6:4-Erfolg über Jüchen. „Es hat sich also immerhin gelohnt, mit der Verletzung anzutreten“, sagte Halcour

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Also probierte es Süchtelns Nummer eins auch am Sonntag in der Partie gegen den TTC Altena erneut an der Platte. Rückblickend bereut Halcour diese Entscheidung: „Dass ich dann am zweiten Tag direkt wieder das Doppel gespielt habe, war Quatsch. Das hätte ich sein lassen sollen.“ Gegen Teodor Yordanov und Oleksii Rybka verloren Halcour und Skucas nach vier Sätzen. In den Einzelpartien setzte der ASV-Top-Spieler dann verletzungsbedingt aus. Trotzdem gestalteten die Süchtelner das Spiel gegen Altena offen und unterlagen am Ende – in einem erneut knappen Duell – mit 4:6. Ein insgesamt zufriedenstellender Doppel-Spieltag, wie Halcour sagte: „Jülich und Altena sind zwei sehr starke Gegner. Vor allem beim TTC Altena herrschen schwere Bedingungen, weil die Halle den Tisch langsamer macht. Der Ball springt dort anders, das hat merklichen Einfluss auf den Spiel-Rhythmus. Von daher können wir mit dem Wochenende sehr zufrieden sein.“ Nach fünf Partien hat der ASV nun erstmal drei Wochen Pause – genug Zeit für Daniel Halcour, seine Sehnenentzündung auszukurieren.

In der Herren-Oberliga hat der TTC Waldniel ebenfalls ein ereignisreiches Wochenende mit zwei Partien hinter sich gebracht. Gegen TB Burgstinfurt (7:3) und SV DJK Holzbüttgen (8:2) untermauerten die Waldnieler ihre Aufstiegsambitionen mit deutlichen Siegen. „Das Spiel am Sonntag gegen Holzbüttgen war vielleicht etwas enger, als der Spielstand suggerieren lässt, und hätte auch 6:4 ausgehen können“, sagte der Vorsitzende Klaus Taplick. „Der Sieg war aber zu keiner Zeit gefährdet.“ Beide Gegner befinden sich allerdings auch im unteren Tabellenbereich: „Pflichtaufgaben“ sagte Taplick. Spannend werden die kommenden beiden Wochenenden für die noch ungeschlagenen Waldnieler:  Da geht es zunächst gegen den TV Refrath, der als einziges Team der Liga ebenfalls noch keine Niederlage einstecken musste, und dann gegen den TTC Champions Düsseldorf. „Das werden Schlüsselspiele für uns“, so Taplick.

Für die Partie gegen Refrath am Samstag muss der TTC seine Heimspielstätte verlassen. Die Sporthalle an der Dülkener Straße bekommt einen neuen Boden. Bis die Arbeiten fertiggestellt sind, wird Waldniel in der Halle der Grundschule spielen. „Das kennen wir schon aus dem vergangenen Jahr“, sagte Taplick