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Tennis: Warum der Gladbacher HTC an den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga glaubt

Trotz Roter Laterne in der 2. Tennis-Bundesliga : Warum der GHTC weiter an den Klassenerhalt glaubt

Keine Punkte nach drei Spielen. Der Saisonstart in die 2. Bundesliga verlief erfolglos für die Damen des Gladbacher HTC. Trotzdem ist der Verein in Sachen Klassenerhalt vor der kommenden Auswärtstour nach Bielefeld und Hamburg zuversichtlich.

Drei Niederlagen aus drei Spielen, keine Punkte, Tabellenschlusslicht. Bei den Tennis-Damen des Gladbacher HTC ist man angesichts dieser Bilanz schnell dabei, von einer bislang katastrophalen Premieren-Saison in der 2. Bundesliga zu sprechen. Im Verein hat man allerdings einen anderen Blick auf den Saisonstart, einen, der nicht so sehr auf der augenblicklichen Tabellensituation verharrt, sondern der viel mehr auf die bisherigen Auftritte und den Spielplan abzielt. Trainer Steffen Klasen sagt daher: „Unsere Situation ist ganz gut, wir können mit breiter Brust in die kommenden Spiele gehen.“ Klingt verdreht, hat aber durchaus seine Argumente.

Bislang spielte und verlor der Gladbacher HTC gegen den TC SCC Berlin (2:7), DTV Hannover (4:5) und den Club an der Alster aus Hamburg (2:7) – alle drei Gegner galten vor der Saison als Top-Teams der Liga und stehen derzeit auf den ersten drei Plätzen. Entsprechend hatte Klasen vor Saisonbeginn schon befürchtet, dass der Start womöglich ohne Erfolgserlebnis bleibt. „Wir wussten, dass das so kommen kann“, sagt er. Dennoch nahm er leistungsmäßig einiges an Positivem aus den Spielen mit: „Wir haben gesehen, dass wir gegen Hannover und gegen den Club an der Alster vom Ergebnis her dran waren. Gegen Hannover haben uns nur zwei Punkte zum Sieg gefehlt.“ Gegen Hannover verlor der GHTC beim Stand von 4:4 das entscheidende Doppel im Match-Tiebreak mit 9:11. „Wir können also mithalten“, sagt Klasen.

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Am Ende zählt im Ligabetrieb allerdings immer die Tabelle. Und da steht es augenblickend nicht gut um Gladbach. Es braucht dringend Erfolgserlebnisse für den Klassenerhalt. Zumal nun die – laut Klasen – Gegner auf Augenhöhe kommen. Denn ebenso wie sich an der Tabellenspitze die bisherigen drei Gegner des GHTC abgesetzt haben, sind am Tabellenende drei Mannschaften, die noch ohne Punkt sind. Neben dem GHTC sind das Aachen und der THC von Horn und Hamm aus Hamburg. Beide haben allerdings auch erst zwei Begegnungen bestritten.

Der Klassenerhalt ist daher weiterhin realistisch für Gladbach – oder wie es Klasen sagt. „Wir haben es in der eigenen Hand.“ Denn Gladbach spielt noch gegen alle drei Mannschaften, die unter den sieben Teams der Liga wohl die beiden Absteiger ausmachen. Große Bedeutung kommt nun der anstehenden Auswärtstour zu. Am Mittwoch ist der GHTC-Tross zum Bielefelder TCC aufgebrochen, der bislang einen Sieg auf dem Konto hat. Im Anschluss an das Spiel am Donnerstag geht es am Abend noch weiter nach Hamburg. In der Hansestadt steht nach einem Tag Pause dann die Partie gegen den THC von Horn und Hamm an, der wiederum am Donnerstag auf die ebenfalls noch punktlosen Aachenerinnen trifft.

Ein gewisser Erfolgsdruck ist im Reisegepäck dabei, gibt Klasen zu, denn weitere Niederlagen darf sich Gladbach nicht mehr leisten. „Das spielt bei mir und Teammanager Alexander Daun im Kopf schon eine Rolle, bei den Mädels allerdings weniger. Auf der anderen Seite hat aber auch Bielefeld Druck“, sagt Klasen. Wie die Gegner aus Bielefeld und Hamburg personell aufgestellt sein werden, weiß er indes noch nicht. Zumindest der GHTC reist mit Darya Astakhova, Julie Belgraver, Jasmijn Gimbrere und Mariana Drazic, die erstmals dabei ist, an den ersten vier Positionen quasi in Bestbesetzung zu den kommenden beiden Gegnern. Dazu hat die Niederländerin Renee van Bommel zugesagt, außerdem sind Soraya und Sheila Moradian sowie Leah Luboldt dabei, an Position fünf und sechs wird entsprechend rotiert.

Klasen ist insgesamt optimistisch gestimmt, dass die Saison nun einen positiven Wendepunkt nimmt. Bestenfalls aus Sicht des GHTC mit mindestens einem, oder sogar mit zwei Siegen. Zumindest steht fest: Nach dem Wochenende dürfte der Blick auf die Tabelle aussagekräftiger sein – für alle Mannschaften im Tabellenkeller.