Tennis-Bundesliga: Philipp Kohlschreiber bleibt in Mönchengladbach

Tennis-Bundesliga : Kohlschreiber bleibt beim GHTC

Der deutsche Spitzenspieler hat für die neue Saison der Tennis-Bundesliga zugesagt. Teamchef Henrik Schmidt versucht, den kader noch verstärken. Der Spielermarkt ist durch den Rückzug von Vizemeister Blau-Weiß Halle in Bewegung.

Auch in seinem Urlaub in den Niederlanden hatte Henrik Schmidt genug zu tun: Der Teamchef des Gladbacher HTC muss den Spielermarkt im Auge behalten – nicht für die Anfang Dezember startende Winterhallenrunde in der Niederrheinliga, sondern bereits für die neue Sommersaison in der Bundesliga.

Denn da hat es eine Entwicklung gegeben, die den Markt beschäftigt: Vizemeister Blau-Weiß Halle hat sein Team ab- und in die Regionalliga zurückgemeldet. Grund sind die Umwälzungen bei Hauptsponsor Gerry Weber, dem auch das Sponsoring für das Erstliga-Tennis zum Opfer gefallen ist. Nach fünf Titeln und sieben Vizemeisterschaften ist nach 15 Jahren Schluss in der Bundesliga. „Das ist für uns alle eine traurige Nachricht“, sagt Schmidt. „Das war ein gut geführter Verein mit einem Zuschauerschnitt von 3000 Fans bei den Heimspielen, also mit einer super Atmosphäre. Dass es jetzt so gekommen ist, finden alle sehr schade“, ergänzt der GHTC-Teamchef. Nachrücker für Halle ist Blau-Weiß Aachen, der Zweite der Zweiten Liga.

So schade das alle Beteiligten finden mögen, hat das Aus für Halle doch die Betriebsamkeit erhöht. Immerhin sind nun unter anderem der niederländische Top-Mann Robin Haase oder Deutschlands Davis-Cup-Spieler Jan-Lennard Struff auf dem Markt. „Wir sind da auch am Ball“, gibt Schmidt zu. „Es gibt drei, vier Vereine, zu denen die Spieler wollen, und da gehören wir dazu. Das wären zwei Leckerbissen, zwei absolute Top-Transfers, wenn sie sich für uns entscheiden würden.“

Einen „Leckerbissen“ hat Schmidt bereits beim GHTC halten können: Publikumsliebling Philipp Kohlschreiber hat auch für die neue Spielzeit zugesagt. „Er hatte Angebote von drei anderen Vereinen, hat seinen Vertrag aber ohne irgendeinen Poker bei uns verlängert“, sagt Schmidt stolz. „Er hat gesagt, dass er sich menschlich im Team und von der Gesamt-Organisation her gut bei uns aufgehoben fühlt und die Spieltage in Gladbach sehr schätzt“, ergänzt der GHTC-Teamchef über Kohlschreiber. Vielleicht kann der ja auch Struff oder Haase von Gladbach überzeugen.

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